Gründerpreis für Schüler geht an Nordrhein-Westfalen

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HAMBURG/WÜRSELEN - Für Menschen, die unkontrolliert zittern, ist Essen schwierig. Teenager aus NRW haben für Betroffene eine Lösung entwickelt - und bekommen dafür den Deutschen Gründerpreis für Schüler. Anders als in den Vorjahren gibt es dafür kein Geld mehr.

Der Deutsche Gründerpreis für Schüler geht in diesem Jahr an ein Team des Heilig-Geist-Gymnasiums in Würselen bei Aachen. Die sechs 16 bis 19 Jahre alten Schüler entwickelten einen Besteckaufsatz für Menschen, die an unkontrolliertem Zittern leiden, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Dank intelligenter Sensoren sollen die Zitterbewegungen beim Essen ausgeglichen werden.

Der Geschäftsplan der Nachwuchsgründer hätte auch im richtigen Wirtschaftsleben gute Erfolgschancen, erklärte die Jury bei der Preisverleihung am Mittwochabend in Hamburg. Nach Recherchen der Schüler gebe es in Deutschland bis zu 400 000 Betroffene. Das Siegerteam "Aequo GmbH" - das lateinische "Aequatio" bedeutet Ausgleich - setzte sich bundesweit gegen mehr als 1000 Teams durch.

Auf Platz zwei landete den Angaben zufolge das Team "Cuco - Custom Cooking" von der Internatsschule Schloss Hansenberg in Hessen. Die Schüler beschäftigten sich mit individualisierten Kochbüchern, die sich Kunden im Internet nach ihren Vorlieben und möglichen Unverträglichkeiten zusammenstellen können. Auf den dritten Rang kam ein Schülerteam der Max Grundig Schule Fürth aus Bayern: Sie entwickelten ein fiktives Navigationssystem, das gehbehinderten Menschen barrierefreie Wege aufzeigt.

Anders als in den Vorjahren bekommen die drei Siegerteams keine Geldpreise mehr. Im vergangenen Jahr gab es für den ersten Platz noch 1500 Euro, für den zweiten 1000 Euro und für den dritten 800 Euro. Die Geldpreise seien abgeschafft worden, hieß es. Die besten fünf Teams erhalten im September ein viertägiges Management- und Persönlichkeitstraining auf Schloss Kröchlendorff in der Uckermark. Die Teams auf den Plätzen sechs bis zehn bekommen Praktikumsplätze bei Unternehmen. Außerdem nimmt das Siegerteam "Aequo" an der Verleihung des Deutschen Gründerpreises in Berlin teil.

Der Gründerpreis für Schüler wird seit 1999 vergeben. Seitdem haben an dem Existenzgründer-Planspiel des Magazins "Stern", der Sparkassen, des ZDF und des Autoherstellers Porsche mehr als 65 000 Schüler teilgenommen.

Erstmals wurde auch der "Lehrer des Jahres" ausgezeichnet - und zwar Stefan Donnermeyer, Lehrer am Berufskolleg und Wirtschaftsgymnasium Kaufmännische Schulen Tecklenburger Land. "Der Deutsche Gründerpreis für Schüler möchte mit dieser Auszeichnung die äußerst wichtige Rolle der Lehrer im Wettbewerb hervorheben", hieß es. - dpa

Quelle: wa.de

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