Im Vorraum der Mensa "experimentiert"

Pfefferspray-Alarm in Selm: Siebtklässler gibt Dummheit zu

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[Update 15.46 Uhr] Selm - Nach Polizei-Angaben hat ein 13-jähriger Siebtklässler zugegeben, am Montag im Vorraum der Mensa des Schulzentrums in Selm im Kreis Unna Pfefferspray versprüht zu haben. Der Junge hatte so einen Großeinsatz für Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. 28 Schülerinnen und Schüler waren zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden. 

In einer aktuellen Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Unna heißt es: "Am Montag wurden Polizei und Feuerwehr zur Selma-Lagerlöf-Sekundarschule in Selm gerufen. Mehrere Schüler gaben an, durch versprühtes Gas Atemwegsreizungen erlitten zu haben. 

Durch die Feuerwehr und den Rettungsdienst Selm wurde zunächst die Räumung des betroffenen Foyers sowie die Erstversorgung der betroffenen Schüler übernommen. Für die Dauer des Einsatzes von ca. vier Stunden war die Südkirchener Straße im Bereich der Schule komplett gesperrt.

Polizeiliche Ermittlungen ergaben schnell den Verdacht, dass ein Schüler einer 7. Klasse mit Pfefferspray im Foyer gesprüht hatte. Am Dienstag erschien der 13-Jährige bei der Polizei in Lüdinghausen. Er gab an, am Vortag auf dem Schulhof eine Dose mit Pfefferspray gefunden zu haben. Die Dose habe er in seine Jackentasche gesteckt und sei zum Unterricht gegangen. 

Später habe er im Vorraum der Mensa mit der Dose gesprüht. Anschließend habe er das Foyer verlassen und die Dose draußen in den Mülleimer geworfen. Kurz darauf habe er bemerkt, dass viele Schülerinnen und Schüler hustend die Schule verließen. Der 13-Jährige gab bei der polizeilichen Anhörung an, dass er einsieht, dass 'die ganze Sache einfach dumm gewesen sei'".

Zahlreiche Rettungswagen auch aus Nachbarstädten waren am Montag angefordert - auch aus dem Kreis Coesfeld sowie der Patiententransportzug aus Dortmund.

In dem betroffenen Gebäude hätten sich zum Zeitpunkt der Tat rund 350 Personen aufgehalten. Das Schulzentrum Selm bilden die Otto-Hahn-Realschule und Selma-Lagerlöf-Sekundarschule.

Schüler versprüht Reizgas in Mülheimer Einkaufszentrum 

Ein 16 Jahre alter Schüler soll in einem Mülheimer Einkaufszentrum 22 Menschen mit Pfefferspray verletzt haben. Der Schüler habe die Tat gestanden, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Er habe das Spray, das in einem Geschäft des Einkaufszentrums als Tierabwehrspray angeboten wird, allerdings nur testen wollen. 

Polizei und Feuerwehr waren am Montagmittag zu einem Großeinsatz ausgerückt, um die Betroffenen zu behandeln und das Einkaufszentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs zu evakuieren. Die Verletzten klagten über Augen- und Atemwegsreizungen. Der Schüler war nach Zeugenhinweisen in der Nähe festgenommen worden. Ihn erwartet den Angaben zufolge ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. - eB/dpa

Quelle: wa.de

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