267 Personen evakuiert

In der Nacht: Brandstiftung in Rüthener Flüchtlingsunterkunft

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Nachdem alle Bewohner auf mögliche Verletzungen untersucht worden waren, durften sie zurück in die Unterkunft.

Rüthen - Wieder ein Großalarm an der Flüchtlingsunterkunft in Rüthen: In der Nacht zu Samstag stand gegen 1.30 Uhr ein Sofa in Flammen. Das Feuer wurde durch Bewohner verursacht. 267 Personen mussten evakuiert werden.

Großeinsatz für die Feuerwehr Rüthen in der Nacht zu Samstag: Im zweiten Obergeschoss der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge (ZUE) in Rüthen wurde ein Sofa in einem Aufenthaltsraum von Bewohnern in Brand gesteckt, eine starke Verrauchung des Gebäudes war die gefährliche Folge.

Brisant: In unmittelbarer Nähe zu jenem Raum, in dem das Feuer gelegt wurde, schliefen Bewohner - darunter viele Kinder - in ihren Zimmern. 

"Direkt nach dem Auslösen der Brandmeldeanlage wurden alle 267 Personen aus dem Gebäude durch den Sicherheitsdienst der Einrichtung ins Freie gebracht", sagte Feuerwehr-Sprecher Kevin Teipel im Anzeiger-Gespräch. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hatten zudem erste Löschversuche gestartet, endgültig gelöscht wurde das Feuer von einem Atemschutz-Trupp der Feuerwehr. 

Feuerwehr-Großeinsatz bei Brand in Flüchtlingsunterkunft in Rüthen

Sofa an verschiedenen Stellen in Brand gesetzt

Die genaue Brandursache sei vor Ort zunächst nicht feststellbar gewesen und Ermittlungs-Sache der Kriminalpolizei, sagte Kreisbrandmeister Thomas Wienecke vor Ort. Gesicherten Anzeiger-Informationen zufolge steht jedoch fest, dass das Sofa an mehreren verschiedenen Stellen, unter anderem in direkter Bodennähe, angezündet wurde. 

Nachdem alle Bewohner unverletzt aus dem Gebäude evakuiert wurden, wurde jeder von ihnen vom Rettungsdienst untersucht. Eingepackt in Rettungsdecken warteten sie gemeinsam an einer Sammelstelle vor der Unterkunft auf ihre Untersuchung in einem benachbarten Gebäude. Anschließend durften sie wieder zurück in die ZUE, die mittlerweile durch die Feuerwehr von der starken Verrauchung befreit worden war. 

Die Polizei ermittelt nun, welcher oder welche Bewohner den Brand gelegt haben.

Erst wenige Stunden zuvor hatte im nahe gelegenen Anröchte eine Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Diese ist vorerst unbewohnbar. 

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Quelle: wa.de

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