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Feuerwehr hat Großbrand in Soest unter Kontrolle - Brandursache scheint geklärt!

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Ein Großbrand fordert die Feuerwehren aus dem ganzen Kreisgebiet in Soest.

[UPDATE - Wir aktualisieren laufend] Soest - Feuerwehren aus dem ganzen Kreisgebiet sind im Großeinsatz. Auf dem ehemaligen Strabag-Gelände am Teinenkamp brannte seit Vormittag die Strabag-Halle in voller Ausdehnung. Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle. Unsere Infos im Ticker:

Die Neuigkeiten

Alle Informationen zum Großbrand in Soest gibt es hier:

Lesen Sie hier unseren Abschlussbericht:

Jahrhunderthalle im Soester Norden ist Geschichte

Hintergrund: 

Die Geschichte der Strabag-Halle

17.50 Uhr: Der Brand ist zwar seit Stunden unter Kontrolle, die Arbeit für die Feuerwehr ist aber noch lange nicht vorbei. Aktuell dringen die Einsatzkräfte mit einem Abrissbagger ins Innere des riesigen Gebäudes vor. Dabei zeige sich, dass es noch etliche Glutnester gebe, die jetzt mühsam nach und nach abgelöscht werden müssten, erklärt Christoph Blume. Es dürfte noch lange dauern, bis die letzten Glutnester erloschen sind. Die Rauch-Belastung ist indes vorüber: Die Messtrupps der Feuerwehr kamen zu einem beruhigenden Ergebnis, es wurden keine Schadstoff-Grenzwerte überschritten. Es besteht keine Rauch-Gefahr für Mensch und Umwelt.

16.25 Uhr: Der Großbrand war zudem eine eindrucksvolle Demonstration, wie die Feuerwehren im Kreis Soest zusammenarbeiten: Im Einsatz waren: Die Feuerwehr Soest, die Feuerwehr Möhnesee, die Feuerwehr Lippetal, die Feuerwehr Werl, die Feuerwehr Bad Sassendorf, die Feuerwehr Anröchte, die Informations- und Kommunikationsgruppe des ELW 2 Kreis Soest, die Logistikgruppe Kreis Soest, der Messzug Ost Kreis Soest, das Deutsche Rote Kreuz, der Rettungsdienst und die Polizei.

16.20 Uhr: Mit Blick auf die Löschwasserversorgung war die Einsatzstelle - sofern man es so nennen möchte - ein Glücksgriff: "Uns stand ein gut ausgebautes Hydrantennetz zur Verfügung", erklärte Feuerwehrsprecher Blume. Außerdem konnte Wasser aus dem Soestbach entnommen werden. Zusätzlich wurde der Abrollbehälter Wasser mit 10.000 Litern Löschwasser zur Einsatzstelle alarmiert, ebenfalls im Einsatz: Das große Tanklöschfahrzeug aus Anröchte und Drehleitern aus Soest, Werl und Bad Sassendorf. 

Unser Bewegtbild-Beitrag zum Großbrand:

16.16 Uhr: Strahlender Sonnenschein: Wetter, das es den Einsatzkräften - vor allem denen unter Atemschutz - nicht leicht machte. Ein Feuerwehrmann brach unter der Last der enormen Temperaturen zusammen - ihm geht es mittlerweile wieder gut. Um fit zu bleiben wurde Verpflegung für die Einsatzkräfte aus der Soester Feuerwache zum Einsatzort transportiert. 

16 Uhr:

Die Feuerwehr bekämpft derzeit noch Glutnester im Dachbereich von außen über Drehleitern. Von Außen betrachtet lautet auch die Einschätzung der Feuerwehr, dass die Halle komplett leer stand. Im Innern brannten vor allem herabfallende Teile des Dachs. Bis zu 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr seien im Einsatz gewesen. "Vor allem aufgrund der Tageszeit wurden einige Einheiten aus dem Kreis Soest alarmiert", erklärte Feuerwehr-Pressesprecher Christoph Blume.

15.50 Uhr: Die Brandursache scheint geklärt. Wie die Polizei soeben mitteilt, haben wahrscheinlich Jugendliche den Brand unabsichtlich gelegt. Danach meldeten sich noch während der Löscharbeiten drei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren bei einem Zeugen. Dieser brachte die Jugendlichen zur Polizei. Den Beamten erklärten sie, dass sie unabsichtlich das Feuer verursacht hätten. Sie wurden zur Abklärung des Sachverhaltes mit auf die Wache genommen. Dort nannten sie einen weiteren Beteiligten, einen 15-jährigen Jugendlichen aus Soest. Dieser wurde zur Vernehmung abgeholt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hatten die Jugendlichen gegen kurz nach 9 Uhr Räume im Obergeschoß der unverschlossenen Halle aufgesucht. "Dort zündeten sie Papier an, das sie jedoch wieder löschten. Anschließend kam es zum umfangreichen Brandgeschehen," heißt es im Polizeibericht. Gegen die vier Jugendlichen aus Soest und Welver wurde eine Anzeige wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Unter Umständen müssen sie zusätzlich damit rechnen für die Sachschäden und sonstige Kosten in Regress genommen zu werden.

15.29 Uhr: Die Feuerwehr ist weiter mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Durch den Brand ist das Dach der Halle bereits zu Teilen eingestürzt - das macht ein Betreten zum jetzigen Zeitpunkt noch lebensgefährlich und somit unmöglich. 

15.20 Uhr: Unsere Fotos zum Großbrand:

Brand in der Strabag-Halle

14.05 Uhr: Frank Meiske, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Soest, zum aktuellen Sachstand:

13.55 Uhr: Was den Brand verursacht haben könnte, steht noch nicht fest. Das werden weitere Ermittlungen ergeben müssen. Auch gibt es bislang keine Erkenntnisse darüber, was sich in der Halle befand, dort eventuell gelagert wurde, als das Feuer ausbrach. Zwischenzeitlich waren die Einsatzkräfte in Sorge um eine Person, die als vermisst gemeldet wurde und sich möglicherweise in der Halle befunden haben könnte. Das hat sich jedoch nicht bestätigt, die vermisste Person ist wohlbehalten wieder aufgetaucht.

13.37 Uhr: Die Feuerwehr hat den Brand unter Kontrolle, rechnet aber gleichwohl damit, dass die reinen Löscharbeiten noch gut zwei Stunden in Anspruch nehmen werden. Mittlerweile ist das Dach der Halle teilweise eingestürzt.  Löscharbeiten im Inneren des Gebäudes sind daher nicht möglich. Die Feuerwehr löscht weiter von oben über die Drehleitern und hat zusätzlich an mehreren Eingängen Wasserwerfer aufgestellt.

13.21 Uhr: Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt, er hatte aufgrund der Hitze und der schweren Ausrüstung einen Schwächeanfall erlitten - mittlerweile geht es ihm wieder gut. Schadstoffmessungen laufen weiter, die Feuerwehr sagt aber, dass sowohl die Innenstadt als auch der Bahnhof gefahrlos betreten werden können, dies insbesondere mit Blick auf die vielen Schüler, die jetzt Schulschluss haben und vom Bahnhof aus nach Hause fahren.

13:23 Uhr: Einsatzleiter Jürgen Wirth äußert sich zur aktuellen Lage.

13.20 Uhr: Der Rauch, der aus der brennenden Halle dringt, wird langsam heller. Das spricht dafür, dass die Bemühungen der Feuerwehr von Erfolg gekrönt sind, und das Feuer langsam eingedämmt wird. 

Die Feuerwehr ist auch mit Schadstoffmessgeräten im Einsatz, um das Risiko, das von dem Rauch ausgeht, besser einschätzen zu können. Bei dem heute fast windstillen Wetter zieht der Rauch schon die ganze Zeit zunächst fast senkrecht in die Höhe und wird von dort aus in Richtung Westen getragen.

13.10 Uhr: Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet sind jetzt im Einsatz und versuchen von allen Seiten, den Brand einzudämmen. Die Wehrführung sitzt aktuell zur Lagebesprechung zusammen.

12.40 Uhr: Aktuell wird eine zweite Drehleiter der Feuerwehr aus Werl in Stellung gebracht. Die Rauchentwicklung ist enorm, die dicke, schwarze Rauchwolke zieht in Richtung Westen.

Türen und Fenster geschlossen halten

12.25 Uhr: Offizielle Warnmeldung: Anwohner werden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzustellen.

Es treffen immer noch weitere Einsatzkräfte aus dem gesamten Umland ein. Die Feuerwehr versucht jetzt, von drei Seiten, den Brand unter Kontrolle zu bringen. 

12.14: Die Feuerwehr ist mittlerweile mit dem Drehleiterfahrzeug vorgefahren und versucht, dem Brand von oben beizukommen. Eines kann man jetzt schon sagen: das Thema Abriss wird sich für die Halle wohl erledigt haben, es sieht so aus, als sei an dem Gebäude ohnehin nichts mehr zu retten.

12.09 Uhr: Bislang liegt keine offizielle Warnung vor, angesichts der dichten Rauchwolken sollten Anwohner aber vorsichtshalber fenster und Türen geschlossen halten.

Leserfotos: Strabag-Halle steht in Soest in Flammen

12.07 Uhr: Die Polizei hat das Gebiet um das Strabag-Gelände abgeriegelt, damit die Einsatzkräfte ungehindert zum Brandort kommen können und Schaulustige zurückgehalten werden. Nach aktuellem Kenntnisstand sei zumindest bislang kein Personenschaden zu beklagen, erklärte Frank Meiske, Pressesprecher der Polizei.

12.01 Uhr: Es handelt sich um die Strabag-Halle. Die Feuerwehr beginnt in diesem Moment mit den Löscharbeiten, überall in der Stadt ist Martinshorn zu hören, ein Einsatzfahrzeug nach dem anderen rast zum Brandort.

Die Halle wurde 1860 gebaut, beherbergte ursprünglich ein Walzwerk, während der Nazizeit war sie als "Jahrhunderthalle" Aufmarschhalle für Parteiveranstaltungen und steht seit Jahren leer. Die Halle soll schon länger abgerissen werden, wurde zuletzt für Kulturveranstaltungen genutzt.

11.54 Uhr: Die Soester Feuerwehr ist im Großeinsatz. Auf dem ehemaligen Strabag-Gelände am Teinenkamp brennt ein Gebäude in voller Ausdehnung. 

Quelle: wa.de

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