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Großbrand in Hagener Stahlfabrik: Becken mit Salzsäure läuft über - Folgen für MK

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Von: Erik Hlacer, Markus Klümper

Feuer in Hagener Industriebetrieb ausgebrochen.
Die Feuerwehr ist mit mehr als 100 Einsatzkräften in Hagen. © Markus Klümper

Ein Großbrand in Hagen sorgt aktuell für Aufsehen. Eine Stahlfabrik steht in Flammen. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. NINA warnt die Bevölkerung im weiten Umkreis.

Update vom 24. September, 21.36 Uhr: Wie die Hagener Zeitung Westfalenpost berichtet, sollen sich in der brennenden Halle der Stahlfabrik in Hagen-Eilpe auch Becken mit Salzsäure befinden, die aufgrund des massiven Einsatzes von Löschwasser übergelaufen sind und sich den Weg in die angrenzende Volme gebahnt haben. Um welche Mengen es sich dabei handelt, ist derzeit noch nicht bekannt.

Nicht nur ob der Salzsäure hat der Großbrand Auswirkungen auf den Märkischen Kreis. So kam etwa der ABC-Messzug des Märkischen Kreises zum Einsatz, allerdings auf Iserlohner Gebiet. Die Warnapp NINA hatte nämlich davor gewarnt, dass gefährliche Rauchgase in Richtung der Waldstadt geweht werden könnten. Konkret ging es um die Ortsteile Letmathe, Sümmern, Leckingsen und Gürmannsheide. Um die Luft auf etwaige Schadstoffbelastungen zu prüfen, wurde der Messzug, der aus Feuerwehrleuten und Fahrzeugen mehrerer Einheiten aus dem ganzen Kreisgebiet gebildet wird, nach Iserlohn entsandt. Gegen 20.45 Uhr konnte der Einsatz beendet werden - ohne besorgniserregendes Ergebnis.

Update vom 24. September, 18.53 Uhr: Ein Ende des Brandes in der Hagener Stahlfabrik ist nicht abzusehen. Im Gebäude brennt es nach wie vor lichterloh. Die Feuerwehr konnte nun aber bestätigen, dass es keine Verletzten gibt. Mit 120 Einsatzkräften ist die Feuerwehr derzeit im Einsatz. Weitere sollen nachrücken, um erschöpfte Feuerwehrleute zu ersetzen. Die NINA-Warnung (unter anderem für den Märkischen Kreis, siehe Erstmeldung) gilt vorerst weiterhin.

Großbrand in Hagener Stahlfabrik: Schwarze Rauchsäulen steigen empor - NINA warnt

[Erstmeldung vom 24. September, 18.29 Uhr] Hagen - In Hagen ist es am Freitag zu einem Großbrand gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr brennt dort eine Stahlfabrik seit dem Nachmittag in voller Ausdehnung. Es handelt sich um die Firma Rudolf Rafflenbeul. Zahlreiche Einsatzkräfte seien im Einsatz. Es gibt eine weitreichende Warnung an die Bevölkerung. (News aus Nordrhein-Westfalen)

StadtHagen
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche160,4 km²
Einwohner188.687 (31. Dez. 2020)

Großbrand in Hagen: Stahlfabrik brennt in voller Ausdehnung - Warnung an Bevölkerung

Nach derzeitigen Erkenntnissen sieht es so aus, als ob es bei dem Großbrand in der Stahlfabrik in Hagen keine Verletzten gibt. Allerdings dauern die Löscharbeiten an. Die Feuerwehr ist mit massiven Kräften ausgerückt und stellt sich auf einen längeren Einsatz ein. Ausgebrochen ist der Brand gegen 17 Uhr. Noch immer strömt schwarzer Rauch in den Himmel. Derzeit löschen die Einsatzkräfte von zwei Drehleitern.

In Hagen ist es am Freitagnachmittag zu einem Großbrand gekommen. Aus einer Stahlwarenfabrik strömt schwarzer Rauch.
In Hagen ist es am Freitagnachmittag zu einem Großbrand gekommen. Aus einer Stahlwarenfabrik strömt schwarzer Rauch. © Markus Klümper

Der Großbrand hat ein enormes Ausmaß. Bereits aus mehreren Kilometern Entfernung ist schwarzer Rauch zu erblicken. Außerdem reicht die Rauchausbreitung und Geruchsbelästigung bis in den benachbarten Märkischen Kreis. Laut Warn-App NINA sind vor allem Iserlohn-Letmathe und Nachrodt-Wiblingwerde betroffen.

Wegen des Brandes in der Hagener Stahlfabrik weist die Feuerwehr die Bevölkerung im Umkreis darauf hin, unbedingt alle Fenster und Türen zu schließen. Die Rauchentwicklung sei enorm.

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