Entwarnung

Asbestalarm in Roermond: NRW-Städte nicht betroffen

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Groalarm nach Asbest-Brand in Roermond.

[Update 12 Uhr] ROERMOND/VIERSEN - Nach dem Großbrand im niederländischen Roermond, bei dem Asbest am Mittwoch freigesetzt wurde, besteht keine Gefahr für deutsche Anwohner nahe der Grenze. Geplante Messungen der Luft seien wieder abgesagt worden. Der Asbestalarm gelte nur für die Stadt Roermond, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr in Viersen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Essen ist zurzeit eine leichte Strömung von Südwesten Richtung Nord-Ost unterwegs. Der starke Niederschlag in der Grenzregion wasche die Asbest-Partikel aber an Ort und Stelle aus der Atmosphäre nach unten, sagte ein Sprecher.

Die Rauchwolke war nach dem Brand am Dienstagabend in einem Jachthafen zunächst von Roermond Richtung Osten gezogen. Auch in den umliegenden Städten im Kreis Heinsberg und in Mönchengladbach war die Situation beobachtet worden. Für die Anwohner bestehe jedoch keine Gefahr, sagten Stadt-Sprecher.

In Roermond hingegen gilt eine Notverordnung. Bewohner dürfen das Gebiet nur an speziellen Punkten verlassen und müssen Fenster und Türen geschlossen halten, bis der krebserregende Stoff entfernt ist. Geschäfte bleiben vorerst geschlossen. Bei dem Brand in zwei Bootshäusern wurde Asbest freigesetzt, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP meldete. Im Hafen gingen daraufhin dutzende Segeljachten in Flammen auf, verletzt wurde niemand. 

Video des Großbrandes in Roermond

Roermond ist etwa 35 Kilometer von Mönchengladbach entfernt. Asbest gilt als krebserregend. Die Herstellung und Verwendung ist seit 1993 in Deutschland verboten, seit 2005 auch in der ganzen EU. Werden die Fasern des Mineralstoffes eingeatmet, kann das zu einer chronischen Entzündung in der Lunge und zu Krebs führen. - dpa

Großbrand in Roermond

Großalarm in Roermond

Quelle: wa.de

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