Zug kollidiert mit Lkw: 17 Verletzte

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Beim Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Lkw im Münsterland sind 17 Menschen verletzt worden. Der Zug war an einem halbbeschrankten Bahnübergang in Gronau in den Sattelzug gerast, worauf der Laster in zwei Teile gerissen wurde.

GRONAU - Beim Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Lkw im Münsterland sind am Montag 17 Menschen verletzt worden. Der Zug war an einem halbbeschrankten Bahnübergang in Gronau in den Sattelzug gerast, worauf der Laster in zwei Teile gerissen wurde.

Wie ein Polizeisprecher in Borken sagte, wurde das Führerhaus komplett vom Auflieger getrennt. Der Zug rollte laut einem Bahnsprecher einige hundert Meter weiter und sprang im vorderen Bereich des Triebwagens aus den Schienen. Über die Gleise verstreut lagen nach dem Unfall überall Brötchen und andere Teigwaren, die der Lkw geladen hatte. Den Schaden an Bahn und Lkw schätzte die Polizei auf 1,6 Millionen Euro.

Die Regionalbahn 51 war auf dem Weg von Gronau nach Dortmund; der Unfall passierte kurz nach Beginn der Fahrt. Der Lkw-Fahrer hatte den Bahnübergang zunächst vorwärts überquert, um dann wieder über die Gleise zurückzusetzen und auf ein Firmengelände dahinter zu fahren. Dort wollte er seine Ladung abliefern. In dem Moment, in dem der Laster auf den Schienen stand und gerade rückwärts fahren wollte, hätten sich allerdings die Schranken gesenkt, sagte der Polizeisprecher. Eine Schranke blieb zwischen Führerhaus und Auflieger stecken.

Nach dem misslungenen Manöver stieg der 56-jährige Lastwagenfahrer aus und versuchte, die Schranke hochzudrücken, wie die Polizei berichtete. Passanten warnten ihn aber mit lauten Rufen vor dem nahenden Zug, so dass er sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Er kam zur Untersuchung in ein Krankenhaus.

Laut Polizei wurden zudem der 53-jährige Lokführer und mehr als ein Dutzend Fahrgäste im Zug zwischen 15 und 78 Jahren verletzt, überwiegend leicht. Bei der Rettung verletzte sich ein Feuerwehrmann. Niemand sei in Lebensgefahr. Die Reisenden hätten den Zug relativ schnell verlassen können, sagte ein Bahnsprecher. Für die Weiterfahrt nutzten sie örtliche Busse.

Die Bahnstrecke blieb den Tag über gesperrt. Für den Abend wurde ein Hilfszug erwartet, der die Regionalbahn entweder wieder auf die Gleise bringen oder abtransportieren sollte. Dann sollte ein Experte nachsehen, ob die Schienen beschädigt sind. Erst Dienstagmorgen könne der Bahnverkehr voraussichtlich wieder rollen, sagte der Bahnsprecher. Auch die Straße war am frühen Abend noch gesperrt. - dpa

Quelle: wa.de

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