Grippe ist schuld

Zu wenige Blutspenden in NRW - Vorräte schrumpfen

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DÜSSELDORF - Viele Grippekranke, wenige Blutspender: Wegen der Erkältungs- und Grippewelle schrumpfen die Vorräte an Blutkonserven in Nordrhein-Westfalen.

"Unsere Reserven reichen nur noch für weniger als zwei Tage im Voraus", sagte Heinz Kapschak, der Sprecher vom Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes, der Deutschen Presse-Agentur. Normalerweise habe der Blutspendedienst Reserven für drei Tage. In Düsseldorf wurden Fahrgäste der Rheinbahn bereits über Lautsprecher-Durchsagen am Bahnsteig zur Blutspende aufgerufen.

Auch die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser suchen nach Spendern: Am Universitätsklinikum Essen kamen im Februar rund 100 Spender weniger als in anderen Monaten. Noch sei die Situation nicht akut, Operationen müssten zum Beispiel noch nicht verschoben werden, sagte Kliniksprecher Burkhard Büscher. Das Klinikum wolle aber handeln, damit auch in den kommenden Wochen keine planbaren Operationen ausfallen müssten.

Zwar schlägt die Grippe in NRW weniger heftig zu, doch spenden momentan fast ein Viertel weniger Menschen ihr Blut als sonst. Wer einmal mit Fieber erkrankt ist und Antibiotikum einnehmen muss, darf vier Wochen lang kein Blut spenden. Vor allem die Blutgruppe "0 Rhesus negativ" wird dringend benötigt, da sie in Notfallsituationen allen Empfängern übertragen werden kann. - dpa

Quelle: wa.de

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