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NRW: Corona-Tests kosten ab Juli Geld – Dortmund rechnet mit weniger Nachfrage

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Von: Kathrin Ostroga

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Bürgertests kosten ab dem 1. Juli 2022 Geld. Es gibt allerdings Ausnahmen, für Menschen, die vorerkrankt sind. RUHR24 liefert einen Überblick.

Update, Mittwoch (29. Juni), 13.44 Uhr: NRW – „Gestern (27. Juni) wurden rund 13.000 Schnelltestungen in den Dortmunder Bürgerteststellen durchgeführt. Im Durchschnitt sind es derzeit täglich etwa 11.000 Testungen. Von April bis Juni lag die Anzahl auf einem ähnlich hohen Niveau“, schreibt die Stadt Dortmund auf Nachfrage von RUHR24 in einer E-Mail.

BundeslandNordrhein-Westfalen
ThemaBürgertests kosten ab Juli Geld
MinisterLauterbach (SPD), Lindner (FDP)

Dortmund: Nachfrage Testzentren aktuell und ab Juli – werden es weniger Tests?

„Die Positivenrate der Schnelltestungen hat in der letzten Woche nochmals zugenommen. Derzeit sind in Dortmund acht bis neun Prozent der Schnelltests täglich positiv, also werden pro Tag etwa 1.000 Menschen positiv getestet“, heißt es weiter in der E-Mail der Stadt Dortmund.

Doch, wird die Nachfrage ab Juli sinken, wenn die Tests dann für die meisten Menschen Geld kosten? „Nach den bisher veröffentlichten Informationen sollen Schnelltests nur noch vollständig aus Steuermitteln finanziert werden, wenn sie zum Beispiel vor dem Besuch von Menschen im Pflegeheim oder im Krankenhaus stattfinden.

Wer sich aber beispielsweise vor dem Besuch einer Großveranstaltung oder nach dem engen Kontakt mit einer infizierten Person testen will, muss künftig einen Teil der Kosten selbst tragen. Es ist zu befürchten, dass es dadurch zu einer geringeren Nachfrage in den Teststellen kommen wird“, schreibt die Stadt Dortmund.

NRW: Coronatests kosten ab Juli Geld – für bestimmte Gruppe sind sie weiter kostenlos

Erstmeldung, Dienstag (28. Juni), 13.41 Uhr: Dass Bürgertests ab Juli 3 Euro kosten sollen, hat viele Menschen bei den steigenden Coronazahlen gewundert, wie RUHR24 schreibt. Gesundheitsminister Lauterbach (SPD) hat die Entscheidung so begründet: „Wir hätten die Tests gern weiter kostenlos gehalten. Es ist uns bei der angespannten Haushaltslage aber nicht möglich.“

Es gibt allerdings auch Menschen, für die Coronatests weiter gratis sein sollen. Es geht unter anderem um die sogenannte vulnerable Gruppe. Diese Personen bekommen weiter einen kostenlosen Bürgertest:

Auch Schulen und Kitas soll weiter getestet werden. Ziel der Bundesregierung ist es, keine anlasslosen Tests mehr kostenfrei durchzuführen. Ob Menschen mit einem Coronaverdacht weiter kostenlos getestet werden dürfen, wird noch verhandelt (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Coronatests in NRW kosten ab Juli Geld: So viel bezahlen Bürger

Bürgerinnen und Bürger, die nicht zu den Personengruppen gehören, die einen kostenlosen Test bekommen, beteiligen sich ab Juli mit 3 Euro an dem Bürgertest. 6,50 Euro übernimmt laut der Tagesschau weiter der Staat. Damit sinkt auch der Ertrag für die Testzentren, die statt vorher 11,50 Euro nun nur noch 9,50 pro Test verdienen.

Ob deshalb Testzentren in zum Beispiel Dortmund schließen, haben wir ebenfalls bei der Stadt angefragt. Mittlerweile hat die Pressestelle geantwortet. „Diese Frage ist direkt an die Betreiber der Teststellen zu stellen, da die Entscheidung über die Fortsetzung der Bürgertestungen dort getroffen wird. Anbieter, die den Testbetrieb einstellen, müssen dies dem Gesundheitsamt mitteilen. Bislang sind dem Gesundheitsamt keine vermehrten Schließungen bekannt“, heißt es in einer E-Mail.

NRW: Coronatests kosten ab Juli Geld – Bundesländer können aber auch alles bezahlen

Die entsprechende neue Testverordnung gilt schon ab dem 30. Juni. Diese umfasst laut dem Portal Öffentlicher Dienst News auch, dass Bundesländer theoretisch den kompletten Bürgeranteil bezahlen können. Dann wären die Bürgertests in NRW wieder kostenlos. Damit sollen die Länder auf zum Beispiel einen größeren Coronaausbruch reagieren können.

Coronatest
Bürgertests sind bald nicht mehr für alle gratis. © Felix Schlikis/Imago

NRW: Bürgertests kosten ab Juli Geld – weil die FDP sparen will

Bei der neuen Verordnung hatte auch Finanzminister Christian Lindner von der FDP seine Finger im Spiel. Laut der Zeit sieht er in einer neuen Regelung eine Chance, aus der Ausnahmesituation der Pandemie herauszukommen. Die entsprechenden Steuergelder sollten in Zukunft wieder für etwas anderes eingesetzt werden können.

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