Brückenwerfer mit ungewöhnlicher "Munition" in Ennigerloh

200 Gramm schweres Fleischwurst-Stück lässt Windschutzscheibe bersten

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Ennigerloh - Dass verantwortungslose Idioten diverse Gegenstände bis hin zu Steinen von Brücken auf Autobahnen oder andere Straßen werfen und damit in Kauf nehmen, Unfälle mit Verletzten oder gar Todesopfern zu verursachen, ist leider nicht neu. Neu aber ist die "Munition", die jetzt in Ennigerloh im Kreis Warendorf verwendet wurde: ein 200-Gramm-Stück Geflügelfleischwurst. Das Lebensmittel traf eine Windschutzscheibe, die prompt platzte. Zum Glück blieb es beim Sachschaden.

Es ist die Horrorvorstellung für viele Autofahrerinnen und Autofahrer, die eine Brücke unterfahren: Plötzlich gibt es einen Knall - das eigene Fahrzeug wurde mutmaßlich beworfen und von einem Gegenstand getroffen. Meistens agieren die Täter im Schutz der Dunkelheit.

So geschehen auch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Ennigerloh. Tatort war hier die Überführung der Enniger Straße, die hier über die B475 führt.

Nach Angaben der Polizei Warendorf war ein 23-Jähriger mit seinem Auto aus Neubeckum kommend in Richtung Warendorf unterwegs, als die Windschutzscheibe des Pkw getroffen wurde - von einem 200 Gramm schweren, separat verpackten Stück Geflügelfleischwurst samt Pelle. Das zweite "Wurst-Pendant" lag noch auf der besagten Brücke und wurde von Polizeibeamten entdeckt.

Die Windschutzscheibe ging zu Bruch, woraufhin der Fahrer stark abbremste. Das nahmen drei Unbekannte zum Anlass, auf Fahrrädern die Flucht zu ergreifen.

Dem Autofahrer ist die Lust auf Fleischwurst mutmaßlich erst einmal vergangen - den Tätern hoffentlich auch... Ob das sichergestellte zweite Stück aus dem Fleischwurst-Paket entsorgt, gegessen oder in die Asservatenkammer gebracht wurde, ist nicht überliefert.

Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Oelde (Telefon 025422/915-0 oder per E-Mail an Poststelle.Warendorf@polizei.nrw.de) zu melden.

Quelle: wa.de

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