Tod auf Gorch Fock: Klage abgewiesen

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Die 18-Jährige "Gorch-Fock"-Kadettin Jenny Böken  war nach einem Sturz von dem Segelschulschiff in der Nordsee ertrunken.

[Update 16 Uhr] Aachen - Die Eltern der 2008 auf der "Gorch Fock" über Bord gegangene Kadettin Jenny Böken sind mit ihrer Entschädigungsklage vor dem verwaltunggericht Aaachen am Mittwoch gescheitert.

Die Nachtwache für die Marine-Auszubildende auf dem sogenannten Postenausguck sei zwar lebensgefährlich gewesen, stellten die Richter am Mittwoch in ihrem Urteil fest. Aber es habe keine besondere Lebensgefahr bestanden. Es sei nicht wahrscheinlich bei diesem Dienst zu sterben, begründete der Vorsitzende Richter Markus Lehmler das Urteil. "Wir sind enttäuscht", sagte der Vater Uwe Böken.

Er und seine Ehefrau Marlis hatten die Bundesrepublik Deutschland auf 40.000 Euro Entschädigung nach dem Soldatenversorgungsgesetz verklagt. Nach diesem Gesetz steht den Eltern eines Soldaten eine Entschädigung zu, wenn dieser bei der Dienstausübung unter besonderer Lebensgefahr stirbt.

Die 18-Jährige aus Geilenkirchen war nach einem Sturz von dem Segelschulschiff in der Nordsee ertrunken. Zwei Jahre nach dem Tod von Jenny Böken war im November 2010 eine weitere Kadettin bei der Ausbildung in Brasilien aus der Takelage der "Gorch Fock" gestürzt und gestorben. -dpa

Quelle: wa.de

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