28 500 Schüler informieren sich in NRW über Berufe

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Plakat vom Girls'Day.

BIELEFELD - In Nordrhein-Westfalen haben 22 000 Mädchen und 6500 Jungs den Girls' Day und den Boys' Day genutzt, um sich über mögliche Berufe abseits der Rollenklischees zu informieren.

Die Schüler ab der fünften Klasse machten am Donnerstag Schnupperpraktika in Unternehmen, Behörden, Hochschulen und anderen Institutionen, hieß es bei der Bielefelder Koordinierungsstelle. Der nächste Zukunftstag für Mädchen und Jungen ist der 27. März 2014.

Das Schulministerium beteiligte sich unter dem Motto "Frauen in Führung erleben" an dem Aktionstag. "Frauen gehören in Führungspositionen, weil die Gesellschaft es sich einfach nicht mehr weiter leisten kann, Potenziale zu verschenken und auf die Klugheit und das Können der weiblichen Hälfte der Gesellschaft zu verzichten", erklärte Ministerin Sylvia Löhrmann (Grüne).

Das Jugendministerium unterstützte auch den Jungentag. Staatssekretär Bernd Neuendorf warb beim Besuch einer Kita in Iserlohn um männliche Erzieher. "Männliche Erziehungsvorbilder und männliche Identifikationsfiguren sind außerordentlich wichtig für die frühkindliche Entwicklung", sagte Neuendorf. In NRW seien nur 2,6 der Erzieher Männer.

Die Idee des Girls' Day stammt aus den USA. Der Tag soll helfen, Geschlechterklischees zu überwinden. Seit 2001 organisiert das Bielefelder Kompetenzzentrum Technik, Diversity, Chancengleichheit den Projekttag, seit 2011 wird am selben Tag auch der Boys' Day angeboten.

In diesem Jahr habe es deutlich mehr Angebote von Hochschulen für die Jungen gegeben, sagte Almuth Reinhardt von dem Bielefelder Kompetenzentrum. Dies betreffe vor allem Fachbereiche wie Pädagogik, Sprachwissenschaften und Tiermedizin. Dort gebe es inzwischen deutlich mehr Frauen als Männer. - dpa

Quelle: wa.de

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