Ermittlungen gegen sieben syrische Jugendliche zwischen 13 und 18

Gewaltausbruch: Tchibo-Filiale im Essener Hauptbahnhof "zerlegt"

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Essen - Wie die Bundespolizei mitgeteilt hat, haben am Sonntagabend sieben syrische Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren die Tchibo-Filiale im Essener Hauptbahnhof "zerlegt". Drei Mitarbeiterinnen (29/32/48) der Filiale standen nach dem Gewaltausbruch unter Schock und konnten kaum Angaben zur Sache machen. Zwei jeweils 26-jährige Ladendetektive waren angegriffen worden. Einer musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Laut einer Pressemitteilung der Bundespolizei hatten Zivilfahnder der Bundespolizei die Bundespolizeiwache am Sonntag um 18.41 Uhr über eine größere Auseinandersetzung in der Tchibo-Filiale informiert.

"Sofort rückten weitere Bundespolizisten an, welche in der Anfangsphase auch von Einsatzkräften der Essener Polizei unterstützt wurden. Diese konnten insgesamt sieben syrische Staatsangehörige (13/14/14/14/16/17/18) festnehmen.

In den Geschäftsräumen waren zahlreiche Verkaufsständer umgeworfen und zum Teil zerstört worden. Zudem lag im gesamten Geschäft die Auslage auf dem Boden.

Die beiden Ladendetektive (26/26) aus Essen und Mülheim, welche nach eigenen Angaben von den Syrern angegriffen wurden, erklärten, dass ihnen die Gruppe bereits im Personentunnel des Hauptbahnhofs aufgefallen war.

Dort seien die Jugendlichen mit einer unbekannten Frau verbal aneinandergeraten. Sie hätten jedoch von dieser später wieder abgelassen. Nach Angaben der Detektive hätte die Gruppe auf sie den Eindruck erweckt, gezielt Streit zu suchen. Daraufhin hätten sie die Jugendlichen gebeten, sich ruhig zu verhalten, was diese offensichtlich zum Anlass nahmen, den Essener und den Mülheimer sofort anzugehen.

Die körperliche Auseinandersetzung hätte sich dann in die Tchibo-Filiale verlagert, wo die Syrer nach Zeugenaussagen Teile der Regale herausgerissen und Stangen und Regalböden zum Angriff auf ihre beiden Opfer genutzt hätten.

Zivile Taschendiebstahlsfahnder der Bundespolizei, die ebenfalls auf die Auseinandersetzung aufmerksam wurden, schritten ein und informierten weitere Einsatzkräfte.

Bei der Durchsuchung der Jugendlichen konnte im Schuh eines 14-Jährigen ein sogenanntes Winzermesser sichergestellt werden. Ob das Messer zum Einsatz kam, müssen weitere Ermittlungen ergeben.

Die Bundespolizei sicherte Videosequenzen aus dem Hauptbahnhof die nun Gegenstand der Ermittlungen sind. Alle Personen waren der deutschen Sprache nicht oder nur eingeschränkt mächtig. Bis auf einen 14-Jährigen der aus Preußisch Oldendorf stammt, kommen alle Tatverdächtige aus Mülheim an der Ruhr. Die Personen wurden nach einem Gewahrsam später zeitversetzt entlassen.

Gegen alle Beteiligten leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch ein." - eB

Quelle: wa.de

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