Arbeitnehmer im Ruhrgebiet häufiger krank

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WESTFALEN - Arbeitnehmer im Ruhrgebiet sind weitaus häufiger krank als Beschäftigte in anderen Teilen Westfalens. Das geht aus den aktuellen Daten des Gesundheitsreports 2014 hervor, den die BKK jetzt vorgestellt hat.

Demnach verzeichnete Herne im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 24,4 Fehltagen je BKK Versicherten den landesweit höchsten Krankenstand. Auch in Gelsenkirchen (23,2 Tage), Bottrop (22,1 Tage) und im Kreis Recklinghausen (21,3 Tage) liegen die Werte deutlich über dem Durchschnitt.

Ganz anders verhält es sich im Münsterland und an der Lippe. Mit durchschnittlich 14,4 Arbeitsunfähigkeitstagen fehlen Arbeitnehmer in Münster landesweit am wenigsten. Auch der Kreis Borken (15 Tage) und der Kreis Lippe (15,3 Tage) verzeichnen einen geringen Krankenstand.

Ein Grund für die regionalen Abweichungen ist der unterschiedlich ausgeprägte Arbeitsmarkt. So sind Städte mit einem großen Dienstleistungssektor üblicherweise weniger von Ausfallzeiten betroffen als industriell geprägte Regionen.

Landesweit fehlte im vergangenen Jahr jeder Beschäftigte im Durchschnitt 18,3 Tage. Damit sind die Krankenstände in NRW zum achten Mal in Folge gestiegen. Die Ursachen dafür sind laut BKK vielfältig. So sei die Entwicklung unter anderem auf den demografischen Wandel zurückzuführen: „Nicht nur die gesamte Bevölkerung, auch die Belegschaften sind älter geworden“, teilt die BKK mit. - wh

Quelle: wa.de

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