Kliniken werden für Organspende-Engagement ausgezeichnet

ESSEN - Es gibt nicht genug Spenderorgane für kranke Menschen, die dringend darauf warten. Gefordert sind nicht nur mögliche Spender, sondern auch Kliniken. Für ihr Engagement zur Förderung von Organspenden hat NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) in Essen acht Kliniken ausgezeichnet.

Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Dienstag in Düsseldorf mit. Anlass war ein NRW-weites Treffen von Transplantationsbeauftragten in Krankenhäusern auf der Essener Zeche Zollverein. Ausgezeichnet wurden Kliniken in Bonn, Köln, Duisburg, Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke, Düren, Unna und Velbert im Kreis Mettmann. Voraussetzung für die Auszeichnung ist unter anderem, dass das Klinikpersonal zum Thema Organspende fortgebildet wird.

Die Organentnahme, der schnelle Transport, die Gespräche mit Patienten und ihren Angehörigen stellten hohe Anforderungen an die Häuser, sagte der Sprecher des Ministeriums. Nicht alle Kliniken fühlten sich dem gewachsen. Vorurteile gebe es weiter auch auf Patientenseite. Dadurch stürben jedes Jahr viele Menschen, weil es zu wenig Spender gebe.

Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) warten aktuell etwa 12 000 Menschen auf ein Organ. Ein Organspender kann bis zu sieben schwerkranken Menschen helfen. Aber auch wenn alle Bundesbürger nach ihrem Tod Organe spenden wollten, könnten nicht alle Patienten gerettet werden. Nur wenigen möglichen Spendern können aus medizinischen Gründen nach dem Tod Organe entnommen werden. 75 Prozent der 14- bis 75-jährigen Bundesbürger stimmen einer Organspende laut Umfragen grundsätzlich zu, aber nur 25 Prozent haben bislang einen Spenderausweis. - lnw

Quelle: wa.de

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