Kein Schmerzensgeld für Schweinebiss

DETMOLD - Ein Achtjähriger wird im Freilichtmuseum Detmold von einer Sau gebissen und verlangt mindestens 3000 Euro Schmerzensgeld. "Nein" sagen die Richter, das Museum sei der sogenannten Verkehrssicherungspflicht nachgekommen.

Das entsprechende Urteil des Amtsgerichts sei nun rechtskräftig, teilte das Landgericht am Dienstag mit. Bei dem Schulausflug im Juni 2008 war der damals achtjährige Paderborner auch zu der Weide mit der Sau und ihren Ferkeln gekommen. Als der Junge durch den Holzzaun griff, um die Ferkel zu streicheln, wurde er von der Sau gebissen. Das letzte Glied des Mittelfingers wurde fast abgetrennt. Der Schüler musste mehrmals stationär und ambulant behandelt werden.

Am 15. Juni 2012 hat das Amtsgericht Detmold die Klage auf Schmerzensgeld abgewiesen. Die Besucher seien durch den Zaun ausreichend geschützt. In der am Museumseingang ausgehängten Benutzerordnung werde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Tiere nicht gefüttert, beunruhigt oder belästigt werden dürften. Weitere Sicherungsmaßnahmen seien nicht notwendig. Dieser Auffassung schloss sich das Landgericht an. - lnw

Quelle: wa.de

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