Geplantes NRW-Jagdrecht sorgt für Diskussionsstoff

Die Jagd auf Schwarzwald steht bei der gesetzlichen Neuregelung nicht zur Diskussion. ▪

Von Detlef Burrichter ▪ DÜSSELDORF Die Pläne zur Reform des Landesjagdrechts sind zwar noch in einem Vorstadium, aber schon jetzt kündigt sich massiver Widerstand an.

„Das kann nicht sein, was Umweltminister Remmel da vor hat“, sagte Monika Watermann, 1. Vorsitzende der Kreisjägerschaft Märkischer Kreis unserer Zeitung. Eine effektive Jagd auf Marder und Füchse sei nur mit Fallen möglich. Watermann wies auf eine zunehmende Tollwutgefahr hin, denn Füchse vermehrten sich rasend schnell. Ohne Fuchsjagd komme außerdem kein Niederwild mehr hoch.

Auf massive Kritik stößt zudem das Vorhaben, die Ausbildung von Jagdhunden an flugunfähig gemachten Enten zu verbieten. Die Jagdhunde wüssten später auf der Jagd gar nicht, wie sie mit den um sich schlagenden Tieren umzugehen hätten. Ohne Wasserausbildung der Hunde könne keine Entenjagd durchgeführt werden. Bei der Ausbildung werde kein Tier getötet, so Watermann. Den Enten werde lediglich eine Papiermanschette um die Flugfedern gelegt, die sich innerhalb von 30 Minuten im Wasser auflöse. Die Jagdhunde würden so ausgebildet, dass sie das Übungstier nicht totbeißen. Sie würden das Tier ins Maul nehmen und dem Jäger lebend vor die Füße legen. Danach würden sie sofort wieder ins Wasser gesetzt.

Minister Remmel prüft auch, die Jagd auf Möwe, Blässhuhn und Türkentaube zu verbieten. Außerdem wirft er den Jägern vor, ihrer Hegeverpflichtung nicht ausreichend nachzukommen. Es werde zu viel gefüttert und deshalb seien die Schalenwildbestände zu groß. Das verursache erhebliche Waldschäden. Remmel forderte deshalb eine intensivere Jagd auf Hornträger und Schwarzwild.

Quelle: wa.de

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