Nach Messerangriff

"Geister gehört": Frau gesteht blutige Attacke auf Rentnerin

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Düsseldorf - Eine psychisch kranke Frau hat in Düsseldorf gestanden, mit einem Teppichmesser über eine 82-jährige Rentnerin hergefallen zu sein. Schwer verletzt überlebte die alte Dame trotz großen Blutverlusts. Die geständige Angeklagte sagte vor dem Landgericht, Geister hätten ihr die Tat befohlen.

"Die haben gesagt, dass ich das machen soll, sonst lassen sie mich nicht in Ruhe", sagte die 35-Jährige. Sie ist seither in einer Psychiatrie untergebracht und wegen versuchten Mordes angeklagt. 

Die Stimmen hätten sie schon Monate vor der Tat geplagt, berichtete sie. Vor der Tat habe sie eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes besucht, weil sie auf ihrem Balkon ein Feuer entfacht habe, das die Feuerwehr löschen musste, berichtete die Sozialhilfeempfängerin. Sie habe allein und zurückgezogen gelebt. 

Das Opfer erinnerte sich am Mittwoch im Zeugenstand: Sie hatte den Abfall zur Mülltonne gebracht und sei gerade wieder in ihrer Wohnung gewesen, als es geklingelt habe. Trotz eines komischen Gefühls habe sie geöffnet und die Tür schnell wieder schließen wollen, als eine ihr unbekannte Person davor stand. 

""Aber die Person hat mich gepackt und auf den Boden geworfen", berichtete die Rentnerin. Die Frau habe ihr mit einem Messer in Gesicht und Hals geschnitten. Sie habe unterdessen gefleht: "Bitte töte mich nicht." 

Da habe die Frau von ihr abgelassen und sei durch das Schlafzimmer aus dem Fenster gestiegen und geflüchtet, ohne sich ein einziges Mal umzudrehen. Während der Messerstecherei habe ihre Peinigerin auch kein einziges Wort gesagt. Unterdessen habe es an der Tür geklingelt und getrommelt, weil Nachbarn auf das Geschehen aufmerksam geworden seien. 

Ein Apotheker und ein Arzt, der seine Praxis im Haus habe, hätten sich sofort um sie gekümmert und auch schnell einen Notarzt alarmiert. Einen Raub, wie von der Staatsanwaltschaft vermutet, bestritt die Angeklagte allerdings. 

Sie habe nichts mitgenommen. Das Opfer bestätigte dies. Auf die Frage des Richter Rainer Drees, wo die Geister denn jetzt seien, sagte die Angeklagte: "Weg. Geflüchtet." - dpa

Quelle: wa.de

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