Geiselgangster Rösner will Therapie beginnen

+

Aachen - Der einstige Gladbecker Geiselgangster Hans-Jürgen Rösner will erstmals eine Therapie beginnen. Das bestätigte am Dienstag die Chefin der Justizvollzugsanstalt Aachen, Reina Blikslager.

Bisher habe Rösner eine Therapie abgelehnt. "Im Moment halten wir es für ausgeschlossen, dass er entlassen werden könnte. Er muss ja sein Verhalten ändern. Und dafür braucht er Anleitung." Eine Therapie sei auf jeden Fall erforderlich. "Wann die mal abgeschlossen sein wird, ob die erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten", sagte sie.

Rösners Anwalt Rainer Dietz bestritt, dass sich sein Mandant bisher einer Therapie widersetzt habe. Das Gegenteil sei der Fall. Wenn die Therapie nun aber im November beginnen könne, sei das gut und "längst überfällig". Das Einzige, was Rösner bestreite, sei, dass er psychisch krank sei. Im übrigen bereue er seine Taten.

Das Landgericht Arnsberg hatte vor einigen Tagen entschieden, dass Rösners einstiger Komplize Dieter Degowski (61) nach fast 30 Jahren Haft in den nächsten Monaten freikommen soll. Im August 1988 hatten Rösner und Degowski mit dem sogenannten Gladbecker Geiseldrama die Republik in Atem gehalten. Drei Tage lang flüchteten sie nach einem fehlgeschlagenen Bankraub mit Geiseln vor der Polizei. Drei Menschen starben. Beide Täter wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.