Verkehrsdienst der Polizei Unna kontrolliert "internationales Gespann"

Gegen alle Regeln verstoßen: Lkw-Fahrer für drei Tage "auf Eis gelegt"

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Symbolbild

Unna - Slowakische Spedition mietet deutsche Zugmaschine für bulgarischen Anhänger, türkischer Fahrer transportiert Kühlwaren von Großbritannien nach Deutschland: Ein solches "internationales" Gespann hat am Donnerstag der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Unna überprüft und gravierende Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten aufgedeckt. Fahrer und Unternehmer müssen jeweils mit Bußgeldern bis zu 15.000 Euro rechnen. Der ganze Fall hier.

Solche "internationalen" Transporte seien mittlerweile durchaus üblich, heißt es in der Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Unna von Freitagmittag. Die Verständigung mit dem Fahrer gestalte sich dabei oftmals schwierig, da weder Deutsch noch Englisch gesprochen werde.

Bei der Kontrolle des eingangs genannten Lkw am Donnerstag "wurde der Fahrer jetzt für drei Tage aus dem Verkehr gezogen. Er hatte gegen alle Vorschriften über die Lenk-und Ruhezeiten verstoßen, die überhaupt möglich sind", so die Polizei.

Und weiter: "Die Kontrolle seiner Tätigkeiten der letzten vier Wochen ergab 17 Unterschreitungen der Ruhezeiten und neun Überschreitungen der zulässigen Tageslenkzeiten. Am Donnerstag war der Fahrer bereits an elf Tagen in Folge unterwegs. Spätestens nach sechs Tagen hätte er eine Wochenruhezeit von 45 Stunden und zusätzlich noch einen Ausgleich für eine frühere Ruhezeit einlegen müssen. 

Diese Pause muss er jetzt nachholen. Seine Fahrerkarte hatte der Fahrer am Donnertag übrigens nicht benutzt. Es stellte sich heraus, dass die Fahrten auch in der Vergangenheit immer mal wieder ohne Fahrerkarte vorgenommen wurden, wenn eigentlich eine Pause vorgeschrieben war."

Der Fahrer sei zudem weder im Besitz einer Fahrerbescheinigung gewesen, die als Arbeitserlaubnis für die Europäische Union gilt, noch habe er einen Nachweis über die erforderliche Berufskraftfahrerqualifikation erbringen können.

"Fahrer und Unternehmer müssen jeweils mit Bußgeldern bis zu 15.000 Euro rechnen", so die Polizei abschließend. - eB

Quelle: wa.de

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