Gefängnisstrafe für Ex-Satudarah-Rocker

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DUISBURG - Zwei Tage nach dem bundesweiten Verbot des Rockerclubs "Satudarah MC" ist der ehemalige Sicherheitschef des Chapters Duisburg am Donnerstag zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte gestanden, im Januar 2013 in den Schmuggel von zehn Kilo Marihuana verwickelt gewesen zu sein.

Außerdem war bei dem 28-Jährigen eine scharfe Schusswaffe samt Munition gefunden worden.

Gegen ein weiteres ehemaliges Satudarah-Mitglied hat das Duisburger Landgericht eine zweijährige Bewährungsstrafe verhängt - ebenfalls wegen Drogenschmuggels. Das Rauschgift war aus den Niederlanden eingeführt worden.

Mehr zu dem Verbot des Rockerclubs lesen Sie hier:

Essen: Polizei findet Waffen bei Rocker-Razzia

Polizei setzt Verbot gegen Saturdarah-Rocker durch

Der entscheidende Hinweis auf das Schmuggelgeschäft war von dem ehemaligen Duisburger Satudarah-Präsidenten Ali O. gekommen. Er hatte nach seiner Festnahme umfassend mit der Polizei zusammengearbeitet und die kriminellen Strukturen des Rockerclubs offenbart.

"Damit hat er auch den Weg für das Verbot bereitet, das nun politisch durchgesetzt worden ist", sagte Verteidiger Hans Reinhardt, der im aktuellen Prozess den ehemaligen Sicherheitschef der Duisburger Satudarah-Gruppierung vertreten hat.

Beide Angeklagte haben nach eigenen Angaben komplett mit dem Rockerleben abgeschlossen und führen wieder ein bürgerliches Leben. Trotzdem hätten sie kein Verständnis dafür, dass Ali O. den Rockerkodex gebrochen und mit den Ermittlern zusammengearbeitet habe. "Das hat dazu geführt, dass vielen weiteren der Prozess gemacht wurde", sagte Verteidiger Reinhardt nach Prozessende. Das Strafverfahren war von der Polizei besonders gesichert worden. Rocker waren jedoch nicht erschienen.

dpa

Quelle: wa.de

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