In Dortmund

Luftmine entdeckt: 17.000 Anwohner betroffen

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Der rote Kreis zeigt den Evakuierungsradius.

[UPDATE 17.20 Uhr] DORTMUND - Rund 17.000 Menschen müssen am Sonntag im Dortmunder Vorort Hörde für die Entschärfung einer gefährlichen Luftmine ihre Häuser verlassen. Die 1,8 Tonnen schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten auf dem Werksgelände eines Pumpenherstellers gefunden worden.

Die zylindrische, etwa 3 Meter lange und 80 Zentimeter ‚dicke’ Bombe mit drei Aufschlagzündern trägt etwa 1,5 Tonnen Sprengstoff vom Typ „ TNT“. Sie ist derzeit gesichert, so dass von ihr keine Gefahr ausgeht.

Das Gebiet wird am Morgen im Umkreis von 1,5 Kilometern evakuiert. Die Entschärfung soll am Mittag vorgenommen werden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Wegen der großen Sprengkraft muss in einem Radius von 1,5 Kilometern evakuiert werden. Der reicht im Norden bis an den Westfalenpark (wird Sonntag geschlossen), im Osten bis zur Benninghofer Straße, im Süden bis Preinstraße und im Westen bis hinter den Botanischen Garten Rombergpark. 

Von den Sperrungen sind auch die Bundesstraße 54, zwei Bahnlinien und die NRW-Erstaufnahmestelle für Asylbewerber betroffen.

Rund 350 Asylbewerber sollen in die Nebenstelle nach Unna-Massen verlegt werden. Ein Gashersteller will 47 Tanklastwagen einsetzen, um gefährdete Sauerstoffvorräte in Sicherheit zu bringen.

Für rund 2.000 Anwohner, die nicht selbst eine Ausweichunterkunft finden, ist in der Westfalenhalle II Platz.

Vor einem Jahr mussten in einem ähnlichen Fall in Dortmund-Hombruch 20.000 Menschen die Häuser verlassen. Die Polizei will dieses Mal versuchen, Einbrüche, wie sie in Hombruch verübt wurden, zu verhindern.

Luftminen sind weitaus größer und gefährlicher als die häufig entdeckten Fünf- oder Zehn-Zentner-Fliegerbomben. In Dortmund ist es der vierte Fund.

Bei einer der größten Aktionen in Deutschland waren 2011 bei der Entschärfung einer 1,8-Tonnen-Mine im Rhein bei Koblenz 45.000 Menschen betroffen. - dpa

Quelle: wa.de

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