Opfer (53) außer Lebensgefahr / Vier Hunde eingeschläfert

Doggen-Angriff in Drensteinfurt: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

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Auf dieser Straße hat sich das Drama am Samstagabend abgespielt.

[Update 13.09 Uhr] Drensteinfurt - Die 53-jährige Drensteinfurterin, die am Samstagabend von vier Doggen angegriffen und schwer verletzt worden war, befindet sich nach Angaben eines Angehörigen nicht mehr in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt jetzt gegen die 48-jährige Hundehalterin aus Drensteinfurt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Doggen dürften grundsätzlich außerhalb von Ortschaften frei laufen, sagte Martin Brinkötter, Leiter der Ordnungsbehörde der Stadt Drensteinfurt. Der Halter müsse aber jederzeit sicherstellen, dass von den Tieren keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehe. Wer eine Dogge halten will, muss das dem Ordnungsamt anzeigen. 

Die Pressestelle der Polizei Warendorf wurde am Montag bereits zu früher Stunde von zahlreichen Medien kontaktiert - Fernsehteams kündigten sich mit Interview-Anfragen an. Unzählige Medien berichteten bundesweit vom schlimmen Angriff der vier Doggen, die auf Anordnung des Ordnungsamtes der Stadt Drensteinfurt im Einvernehmen mit Veterinäramt und der 48-jährigen Hundehalterin aus Drensteinfurt durch einen Tierarzt eingeschläfert worden waren.

Für die Polizei Warendorf beginnt nach dem Wochenende an diesem Montag die intensive Aufarbeitung der tragischen Vorkommnisse von Samstagabend. Personen werden befragt, die Ereignisse möglichst konkret nachgezeichnet.

Das war am Samstag passiert

Angaben der Polizei zufolge war die Hundebesitzerin aus Drensteinfurt (48) mit ihren vier Doggen am Samstagabend gegen 19.35 Uhr zu einem Spaziergang aufgebrochen. Sie führte die Hunde jedoch ohne Leine und Maulkorb mit sich. 

Im Bereich der Straße Mersch kam ihr die 53-jährige Fußgängerin entgegen. Nach bisherigem Ermittlungsstand legten sich die Hunde auf Kommando zwar neben ihre Besitzerin auf einen Grünstreifen. Doch als sich die Fußgängerin in Höhe der Hunde befand, sprang zunächst einer von ihnen auf und biss die Frau unvermittelt.

Hunde springen nach Schrei auf

Offensichtlich durch den schmerzerfüllten Schrei des Bissopfers aufgeschreckt, sprangen laut Polizei die anderen Hunde ebenfalls auf und fielen die Frau an. Sie verbissen sich in in ihrem Opfer und fügten ihr massive Verletzungen zu.

Die Hundehalterin versuchte die Hunde noch von der 53-Jährigen wegzuziehen - vergeblich. Auch sie erlitt leichte Verletzungen durch Bisse. Die Geschädigte und die Hundehalterin fielen zu Boden. Der 48-Jährigen gelang es dann nach kurzer Zeit, die Hunde unter Kontrolle zu bringen und zu sichern. Sie alarmierte umgehend den Rettungsdienst.

So geht es den Beteiligten

Die 53-jährige erlitt bei dem Angriff der Hunde lebensgefährliche Verletzungen. Sie wurde noch vor Ort von Rettungskräften erstversorgt und mit einem Rettungswagen in ein Krankhaus gefahren. Dort wurde sie nach WA-Informationen acht Stunden lang operiert. Inzwischen schwebt sie nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Hundehalterin selbst, gegen die jetzt die Staatsanwaltschaft ermittelt, erlitt leichte Verletzungen und einen Schock.

Das Veterinäramt des Kreises Warendorf und das Ordnungsamt der Stadt Drensteinfurt war verständigt und die vier Doggen durch einen Tierarzt eingeschläfert worden.

Bürgermeister entsetzt

Der Drensteinfurter Bürgermeister Carsten Grawunder zeigte sich entsetzt. "Es ist furchtbar, was passiert ist", sagte er in einer Stellungnahme.

Quelle: wa.de

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