Fünfeinhalb Jahre Haft für Chef von riesiger Hasch-Plantage

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Polizisten tragen Kisten mit Cannabis-Pflanzen aus einem Bunker (Archivbild).

Düsseldorf - Die vietnamesischen Erntehelfer mussten wie Sklaven in einem Verschlag hausen und sahen nie das Tageslicht: Der Chef einer riesigen Haschisch-Plantage ist in Düsseldorf zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Der 46-jährige Vietnamese wurde am Dienstag vom Landgericht wegen Beihilfe zum bandenmäßigen Drogenhandel und schwerer Freiheitsberaubung schuldig gesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft gefordert.

Die professionell betriebene zweistöckige Plantage war in einem Düsseldorfer Hochbunker durch Zufall entdeckt worden. Die Polizei war bei einer Groß-Razzia gegen Rocker auf die Zucht mit 3000 Pflanzen und einer jährlichen Ertragskraft von 660 Kilogramm Cannabis gestoßen.

Polizei rückte 2012 an

Die Erntehelfer waren völlig verängstigt, einer hatte sich in einem Luftschacht versteckt, als die Polizei im März 2012 vorrückte. Die Erntehelfer hausten in einem fensterlosen Verschlag auf Matratzen neben den Hanf-Pflanzen. Den Bunker durften sie nicht verlassen. Der zunächst vermutete Bezug zu den Rockern bestätigte sich nicht: Die Kuttenträger waren anscheinend selbst ahnungslos.

Die oberen Etagen des Bunkers waren bereits angemietet worden, bevor die Rocker im Parterre Quartier bezogen. Es war eine der größten Haschisch-Plantagen, die in Nordrhein-Westfalen entdeckt wurden. 170 Lampen à 600 Watt tauchten sie in gleißendes Licht. Der enorme Strombedarf war schwarz aus dem Stromnetz abgezapft worden.

Schwer bewaffnete Spezialkräfte im Einsatz

Die Polizei stieß auf ein professionelles Beleuchtungs- und Belüftungssystem. Mehr als 500 Polizisten, darunter schwer bewaffnete Spezialkräfte, waren damals zeitgleich in Rocker-Quartiere in Düsseldorf, Oberhausen, Solingen und Langenfeld eingedrungen. Anlass waren die brutalen Auseinandersetzungen zwischen "Hells Angels" und "Bandidos".

Quelle: wa.de

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