Frühe Grippewelle und Noroviren grassieren in NRW

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Grippewelle in NRW

Münster - Die Grippewelle rollt in diesem Jahr früher über Nordrhein-Westfalen als in den Vorjahren.

Binnen vier Wochen über den Jahreswechsel (19.12.16 bis 16.01.2017) seien im Bundesland bereits 580 Influenza-Fälle von Labors bestätigt worden, sagte Annette Jurke vom Landeszentrum für Gesundheit (LZG) in NRW. 

Im selben Zeitraum seien es vor einem Jahr nur 64 Fälle, davor 91, vor drei Jahren 11 gemeldete Erkrankungen gewesen. Dass die Grippe in dieser Saison so früh so heftig zuschlage, sei selten, sagte die Infektions-Epidemiologin. 

"Wir können aber noch keine Aussage darüber treffen, ob die Saison nur nach vorne verschoben ist und früher wieder abflaut, oder ob wir am Ende einen Anstieg der Fälle insgesamt verzeichnen müssen", sagte sie. 

Laut Robert Koch-Institut trifft die Grippe in diesem Jahr besonders Senioren. "Ich kann deshalb über 60-Jährigen nur raten, sich noch impfen zu lassen. Die Welle geht erst los und für Schutz ist es noch nicht zu spät", betonte Jurke. 

Auch der hochansteckende Norovirus grassiere in diesem Winter besonders heftig, sagte Jurke. In den vier Wochen über den Jahreswechsel registrierte das LZG bereits über 4000 Fälle. 

Ähnlich aktiv sei der Erreger zuletzt vor neun Jahren gewesen. Im Vorjahreszeitraum lag die Zahl der Erkrankten nur bei knapp 900. 

Noroviren lösen Erbrechen und Durchfall aus. Eine Erkrankung führt zu starkem Flüssigkeitsverlust und ist deshalb vor allem für Kleinkinder, alte Menschen und geschwächte Personen gefährlich. 

"Wir gehen derzeit davon aus, dass ein neuer Subtyp unterwegs ist, gegen den die Menschen noch keine Immunität entwickeln konnten und der sich deshalb schneller ausbreitet", erklärte Jurke. - dpa

Quelle: wa.de

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