Frühchen in Uniklinik Münster: Zustand weiter kritisch

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Symbolbild

MÜNSTER - Das mit einem Darmkeim infizierte Frühchen auf der Kinderintensivstation der Uniklinik Münster ist weiter in einem kritischen Zustand. Die Ärzte behandeln das Kind mit Antibiotika, um die Blutvergiftung zu bekämpfen, wie die Uniklinik am Montag berichtete.

Während die Lage bei dem zu früh geborenen Babys unverändert ist, entspannt sich die Situation auf der Station. Von den zehn betroffenen Kindern seien vier gesund entlassen worden. Auch sei kein weiteres Kind erkrankt. Bei zehn Kindern hatten die Ärzte in der vergangenen Woche einen Befall mit Serratien-Keimen (Serratia marcescens) entdeckt.

Fünf infizierte Kinder bleiben weiter in der Klinik. "Keines von ihnen ist erkrankt, sodass es keiner Gabe von Antibiotika bedarf", teilte der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Norbert Roeder, mit. Die betroffenen Kinder werden überwacht und isoliert behandelt. "Nach den bisherigen Erkenntnissen können wir sagen, dass die eingeleiteten Maßnahmen im Rahmen unseres Hygienemanagements greifen", sagt Roeder. Nach einer Sonderreinigung der Station nimmt die Uniklinik auch wieder neue Patienten auf. Auch Operationen sind wieder möglich.

Die in der Klinik aufgetretenen Bakterien sind für gesunde Menschen meist ungefährlich, bei Immungeschwächten können sie jedoch zu einer Infektion führen. - lnw

Quelle: wa.de

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