Bauern befürchten massive Einbußen

Frostschäden: Apfelernte in Nordrhein-Westfalen eingebrochen

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Apfelernte

Köln - Die Befürchtungen der Obst-Anbauer sind eingetreten: Die Apfel-Ernte in Nordrhein-Westfalen ist nach Einschätzung des Landwirtschaftsverbands durch den Frost im Frühjahr um etwa die Hälfte eingebrochen.

"Regional gibt es auch Ausfälle bis zu 95 Prozent", sagte Verbandssprecher Bernhard Rüb der Deutschen Presse-Agentur. Die Apfelbäume hatten im Frühjahr wegen der warmen Witterung zu früh geblüht, als der Frost kam. 

Die Anbauer müssten massive finanzielle Einbußen hinnehmen. "Wenn das mehrere Jahre hintereinander vorkommt, sind die pleite", sagte Rüb. Der Schaden lasse sich auch nicht über höhere Verbraucherpreise für die regionale Ernte kompensieren. 

Äpfel sind mit Abstand das beliebteste Obst der Deutschen: Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei über 24 Kilogramm im Jahr. Wegen der Häufung ungewöhnlicher Wetter-Ereignisse gingen die Obst-Anbauer davon aus, dass sie die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommnen. 

Viel können sie dem nicht entgegensetzen, wie Rüb sagte. Die Apfelbauern regierten seit Jahren, indem sie vermehrt Sorten anbauen, die mit andauernder Hitze klarkommen. Aber bei Frost könnten sie allenfalls ihre Frostschutzanlagen einsetzen, die die Blüten beregnen und so schützen. 

Da es zu allem Unglück in diesem Frühjahr aber gleich mehrere Nächte hintereinander gefroren hatte, reichten die natürlichen Wasserreservoirs irgendwann nicht mehr aus, sagte Rüb. 

Das Landwirtschaftsministerium NRW hatte die Wetterlage im April nach früheren Angaben als außergewöhnliches Naturereignis eingestuft und wollte finanzielle Hilfen beim Bund erwirken. 

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wurden bereits Hilfszahlungen an die Anbauer beschlossen. - dpa

Quelle: wa.de

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