Nach Legionellenausbruch:

NRW fordert neue Regeln für Kühlanlagen

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Umweltminister Remmel (rechts) war zur Pressekonferenz im Kreishaus zu Gast.

DÜSSELDORF - Nach dem Legionellenausbruch in Warstein mit zwei Toten und 165 Erkrankten verlangt Nordrhein-Westfalen neue Vorschriften für Kühlanlagen. Die Landesregierung brachte dazu am Donnerstag einen Antrag in den Bundesrat ein.

Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, eine neue gesetzliche Regelung zu schaffen, die das Risiko für die Verbreitung von Legionellen deutlich minimiert. Die Betreiber sollen zu einer besseren Überwachung, Wartung und Reinigung der Anlagen verpflichtet werden.

„Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung hat oberste Priorität. Mit unserem Antrag fordern wir die Bundesregierung auf, eine neue gesetzliche Regelung zu schaffen, die das Risiko für die Verbreitung von Legionellen aus Rückkühlanlagen für die Bevölkerung deutlich minimiert“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel.

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In Warstein sollen die Legionellen über die Kühlanlage eines Industriebetriebs in die Luft verteilt worden sein. Sogenannte Rückkühlwerke hätten auch bei anderen Epidemien in Spanien, Frankreich, Norwegen sowie 2010 in Ulm eine Rolle gespielt, teilte das NRW-Umweltministerium in Düsseldorf mit.

Bei unzureichender Wartung könnten sich in solchen Anlagen Legionellen vermehren und in die Umgebungsluft verteilt werden.

Kontrollen im Anschluss an die Warsteiner Legionellenepidemie hätten ergeben, dass die Herstellerempfehlungen für einen hygienisch sicheren Betrieb oftmals nicht eingehalten würden, erläuterte das Ministerium. Die betroffenen Kühlanlagen finden sich laut Ministerium nicht nur in Industriebetrieben, sondern auch in Verbindung mit Klimaanlagen für große Gebäude - etwa Hotels, Kranken- oder Warenhäuser. - dpa

Quelle: wa.de

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