Vor Gericht in Düsseldorf

Flüchtlingshalle abgebrannt: Zeuge erkennt Angeklagten

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Prozess nach Großfeuer in Flüchtlingsheim

[Update 16.50 Uhr] Düsseldorf - Im Prozess um den Großbrand einer Flüchtlingshalle in Düsseldorf hat ein Zeuge den Hauptangeklagten als Brandstifter wiedererkannt.

Der Algerier sei ihm mit einer Wodka-Flasche in der Hand begegnet, dann habe er gesehen, wie er eine Matratze in Brand gesetzt habe, sagte der 40-jährige Flüchtling am Donnerstag als Zeuge vor dem Düsseldorfer Landgericht aus. Der Zeuge stammt aus dem Iran und war ebenfalls in der Halle untergebracht. 

Der 27-jährige Hauptangeklagte hatte seine Unschuld beteuert. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat der Algerier aus Wut über die Ausgabe von Mittagessen im Fastenmonat Ramadan die riesige ehemalige Messehalle niedergebrannt. 

Im Ramadan dürfen gläubige Muslime tagsüber nichts essen und trinken. Das Feuer war am 7. Juni 2016 in der mit 282 Männern belegten ehemaligen Messehalle um die Mittagszeit ausgebrochen. 

Bei dem Großbrand soll ein Schaden von rund zehn Millionen Euro entstanden sein. Die 6.000 Quadratmeter große Messehalle brannte vollkommen aus und musste abgerissen werden. Den beiden Angeklagten drohen zwischen einem und 15 Jahren Haft.

Quelle: wa.de

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