Große Sparoffensive in 2015 beim WDR

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WDR-Intendant Tom Buhrow muss sparen.

KÖLN - Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat für 2015 einen ausgeglichenen Haushalt angekündigt. Intendant Tom Buhrow führte dies am Donnerstag in Köln auf "massive Kürzungen der Ausgaben und strukturelle Sparmaßnahmen" zurück.

Dem größten ARD-Sender kommt auch zugute, dass es nächstes Jahr keine sportlichen Großereignisse wie Fußball-WM oder -EM gibt. Nach WDR-Angaben wurde der Haushaltsplan vom Rundfunkrat abgenommen. Insgesamt gibt der WDR demnach im kommenden Jahr 35,7 Millionen Euro weniger aus als 2014.

Die Kürzungen wie auch der Abbau von 50 Planstellen beträfen alle Bereiche. Buhrow sagte: "Die Zahlen für 2015 zeigen: Wir sind auf dem richtigen Weg." Im WDR gab es laut Geschäftsbericht 2013 im Jahresdurchschnitt 4321,7 Planstellen. Die Finanzlage bleibe schwierig: Nach Ablauf des kommenden Jahres rechnet der WDR mit hohen Fehlbeträgen. Nach derzeitigem Stand werde man bis 2018 eine Finanzlücke von über 236 Millionen Euro aufweisen.

Die Vorsitzende des Rundfunkrats, Ruth Hieronymi, sagte: "Wegen dieser ungedeckten Finanzlücke ist der strukturelle Umbau im Sender unumgänglich." Die Ausgaben für 2015 sind im Haushaltsplan mit 1,393 Milliarden Euro veranschlagt. Dem stehen 1,390 Milliarden Erträge gegenüber. Den Fehlbetrag von 2,9 Millionen Euro werde eine "Ausgleichsrücklage" aus guten Jahren decken. - dpa

Quelle: wa.de

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