Feuerwehrmann geht gegen Loveparade-Entscheidung in Berufung

+
Der bei der Loveparade eingesetzte 53 jährige Feuerwehrmann Ralf Strutz will im ersten Zivilverfahren zu der Tragödie 90.000 Euro Schmerzensgeld vom Land und vom Veranstalter einklagen.

Duisburg - Nach einer abgewiesenen Entschädigungsklage wegen eines Einsatzes bei der Loveparade-Tragödie will sich ein Feuerwehrmann nicht mit dem Urteil des Duisburger Landgerichts zufrieden geben.

Sie habe am Mittwoch für ihren Mandanten beim Oberlandesgericht Düsseldorf Berufung eingelegt, sagte die Bochumer Anwältin Bärbel Schönhof. Das Landgericht hatte Ende September die Klage des Mannes mit dem Verweis auf sein Berufsrisiko abgelehnt.

Bei dem Techno-Festival waren vor mehr als fünf Jahren 21 Menschen im Gedränge ums Leben gekommen, mehr als 500 Besucher wurden verletzt. Der Feuerwehrmann erlitt nach eigenen Worten bei dem Einsatz eine posttraumatische Belastungsstörung. Er wollte 90.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld vom Land und vom Veranstalter erstreiten. Der Fall war das erste zivilrechtliche Verfahren, das vor einer Kammer öffentlich verhandelt wurde.

Bei der strafrechtlichen Aufarbeitung prüft das Landgericht noch, ob es die Anklage gegen zehn Mitarbeiter der Stadt Duisburg und des Veranstalters zulässt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.