Großeinsatz der Feuerwehr in Sönnern

Toter bei Hausbrand: Identität des Mannes noch nicht abschließend geklärt

Die Feuerwehr Werl ist nach Sönnern ausgerückt.
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Die Feuerwehr Werl ist nach Sönnern ausgerückt.

[Update: 12.30 Uhr] Die Feuerwehr Werl ist am Freitagnachmittag nach Sönnern ausgerückt. Aus noch unbekannten Gründen brach dort im Erdgeschoss eines Hauses ein Feuer aus. Laut Polizei kam ein Mann ums Leben.

  • Es gab einen Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei in Sönnern.
  • Bei einem Wohnungsbrand in Werl ist ein Mann ums Leben gekommen.
  • Die Feuerwehr fand den Toten in seiner Küche, dort soll das Feuer ausgebrochen sein.

Sönnern -  Bei dem Feuer in Werl ist ein Mann ums Leben gekommen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Es handelt sich wohl um einen Hausbewohner; Angehörige wurden vor Ort betreut.

Die Kriminalpolizei hat das Haus beschlagnahmt und die Ermittlungen aufgenommen. Der Brand war offenbar in der Küche ausgebrochen. Hier sei die Leiche aufgefunden worden. "Aufgrund der enormen Hitze während des Brandes wurde der Leichnam stark verbrannt. Die Identität konnte deshalb noch nicht einwandfrei festgestellt werden", teilte die Polizei am Freitagnachmittag mit. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Weitere Ergebnisse werden frühestens am Montag erwartet.

Aus dem Erdgeschoss des Hauses an der Antoniusstraße drang dichter Rauch, zuvor waren offene Flammen aus den Fenstern geschlagen. Die Feuerwehr löste umfangreichen Alarm aus und war mit fast allen verfügbaren Kräften im Einsatz. 100 Kräfte der beiden Löschzüge Stadtmitte sowie des Löschzugs 5 (Sönnern, Hilbeck Budberg) eilten in den Werler Ortsteil. Der Löschzug 4 (Büderich, Holtum) hielt sich in Bereitschaft.

Suche nach mehreren Personen

Die Feuerwehr suchte unter Atemschutz zunächst nach mindestens einer Person, die sich noch im Haus befinden sollte. Laut Polizei konnte diese Person, wohl ein Mann, nur noch tot geborgen werden. Zunächst war unklar, ob sich nicht noch weitere Menschen im völlig verrauchten Haus befinden. Von zwei bis drei war zunächst die Rede. Während die Polizei die Aufenthaltsorte zu klären versuchte, durchkämmte die Wehr mehrfach die Räume, um sicher zu sein - ohne weiter fündig zu werden. Als Angehörige eintrafen, wurden sie von Notfallseelsorgern betreut.

Gegen 15 Uhr war das Feuer gelöscht, die Feuerwehr hatte aber noch alle Hände voll zu tun, sicherte Brandlasten und suchte nach Glutnestern. Nach und nach wurde der Einsatz herunterfahren, sagte Wehrführer Karsten Korte. Gegen 16.45 Uhr rückte die Feuerwehr schließlich ab.

Bewohner stirbt bei Hausbrand in Werl-Sönnern

Das Gerücht, dass ein Bewohner ums Leben gekommen ist, hatte sich am Brandort schnell herumgesprochen. Allerdings bat die Polizei zunächst um Zurückhaltung, da sie die Angehörigen noch nicht erreicht hatte. Zur Ursache des folgenschweren Feuers ist auch am Samstag noch nichts bekannt.

Brand in Sönnern: Gasflaschen im alten Gehöft vermutet

"Entsetzlich" sei das, was da passiert sei, sagt eine Anwohnerin. Natürlich kenne man sich als Nachbarn. "Die wohnen schon lange dort." Bei dem Gebäude handelt es sich um das Wohnhaus eines alten landwirtschaftlichen Gehöfts in Nähe des Jugendhauses.

Entwarnung gab die Wehr bezüglich mehrerer Gasflaschen, die in dem alten Gehöft vermutet wurden. Sie waren allerdings nicht am Brandort; es sollte sich um Flaschen zur Sauerstoffversorgung handeln, die bei Hitze zur Gefahr für die Rettungskräfte werden können. Sie hätten sich aber im Schlafzimmer befunden. Die Stadtwerke stellten Strom und Wasser ab.

Feuer breitete sich schnell aus - Nachbarn versuchten ins Haus zu gelangen

Offenbar war das Feuer in der Küche ausgebrochen, breitete sich dann rasend schnell auch auf das Wohnzimmer aus. Nachbarn hatten wohl noch versucht, ob sie ins Innere gelangen können. Die Flammen hielten sie aber davon ab - was absolut richtig war, die Korte sagt. "Das wäre völlig sinnlos." Nur wenige Atemzüge des Rauchs können schlimme Folgen für Menschen haben. Und das gesamte Gebäude war völlig verraucht, die Jalousien zum Teil von der Hitze geschmolzen. Die Wehr setzte Entlüfter gegen den Rauch ein.

Die Feuerwehr war mit rund 20 Fahrzeugen aus dem ganzen Stadtgebiet angerückt; die Sönneraner Ortsdurchfahrt war über einen längeren Zeitraum gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr schon ab Hansering um. Um 17 Uhr zeugte nichts mehr von dem Brand im Ortsteil. Nur ein Flatterband der Polizei und die Ruß-Spuren am Haus waren stille Zeugen der Tragödie. 

Einsatzleitwagen ergänzt Leitstelle

Wegen der hohen Zahl an Großeinsätzen hat der Kreis den Einsatzleitwagen 2 aktiviert. Der Lastwagen wurde am Rettungszentrum aufgestellt, um die Leitstelle mit zusätzlichen Führungskräften bei der Koordination der Einsätze zu entlasten.

Neben dem Großeinsatz in Sönnern, läuft seit mehreren Stunden ein Gas-Einsatz in Welver. In Warstein gab es einen ABC-Alarm bei der Polizei, in Lippstadt läuft am Alberssee eine Personensuche. 

In Soest wurde ein Küchenbrand gemeldet und in der Wickeder Asylunterkunft löste die Brandmeldeanlage aus.

Quelle: wa.de

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