Festnahmen bei Bandidos: Rauschgift-Plantagen gefunden 

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Symbolbild

Münster - Abgegraste Marihuana-Plantagen und Rauschgift in rauen Mengen: Bei einer großangelegten Razzia gegen Drogenhandel bei der Rockergruppe Bandidos hat die Polizei jede Menge Beweismaterial gesichert. In Münster und Finnland wurden mehrere Rocker festgenommen.

Bei einer großangelegten Drogenrazzia hat die Polizei 15 Mitglieder der Rockergruppe Bandidos festgenommen. Bei den Durchsuchungen in mehreren Bundesländern und dem Ausland stellten die Ermittler am Dienstag große Mengen Rauschgift sowie scharfe Waffen sicher, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Münster mitteilten. Das dortige Polizeipräsidium koordinierte Aktion. Die Ermittler sprachen von einem großen Schlag gegen die internationale organisierte Drogenkriminalität.

In Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen stießen die Ermittler auf abgeerntete Marihuana-Plantagen. Die Pflanzenteile konnten jedoch in einer niederländischen Trocknungsanlage sichergestellt werden. Nach ersten Schätzungen hätte der Verkauf der Drogen einen sechsstelligen Eurobetrag einbringen können, so die Ermittler. Darüber hinaus beschlagnahmte die Polizei Materialien zur Herstellung von Amphetaminen und verkaufsfertige Drogen im Wert von 30 000 Euro. Außerdem fanden die Fahnder mehrere scharfe Schusswaffen sowie eine Handgranate.

Insgesamt nahm die Polizei 15 Mitglieder des Rockerclubs fest - sieben davon gehören zu den in Münster aktiven Bandidos, die übrigen sind dem finnischen Ableger der Rockergruppe zuzuordnen. "Damit sind die wichtigsten Strukturen erst einmal zerschlagen. Ob weitere Festnahmen folgen, müssen die Ermittlungen zeigen", sagte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape. Die in Deutschland festgenommenen sollten noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Nun werde das umfangreich sichergestellte Beweismaterial ausgewertet, sagte Lechtape.

Der Schwerpunkt der Aktion lag den Ermittlern zufolge in Emmerich am Niederrhein sowie im münsterländischen Rheine. Weitere Objekte seien in Magdeburg (Sachsen-Anhalt), Lüneburg und Hasbergen (beide Niedersachsen), Selm und Lünen (beide Kreis Unna) sowie in Finnland und den Niederlanden durchsucht worden. Zu den insgesamt mehr als 40 durchsuchten Objekten gehörten auch Privatwohnungen und Clubräumlichkeiten in anderen Städten, so Staatsanwalt Lechtape. - dpa

Quelle: wa.de

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