BGH-Entscheidung

12 Jahre: Urteil im Fall Liesa Schulte rechtskräftig

WERL - Das Urteil im Totschlag-Prozess Liesa Schulte aus Westönnen ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) lehnte den Revisionsantrag der Verteidigung ab. Damit muss Richard O., der die junge Frau getötet hatte, seine Strafe von 12 Jahren und 3 Monaten absitzen.

Von Gerald Bus

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12 Jahre und 3 Monate Haft

Die Familie des Opfers reagierte höchst erleichtert über den Richterspruch aus Karlsruhe. Der Beschluss der BGH-Richter fiel einstimmig, daher musste es zu keiner Verhandlung mehr kommen. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Arnsberg werde „als unbegründet verworfen“, so heißt es in dem Beschluss. Die Nachprüfung des Urteils vom Juli 2013 habe „keine Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben“, so heißt es weiter.

Anwältin Jutta Klaus, Vertreterin der Eltern von Liesa Schulte, zeigte sich auf Anfrage „sehr erleichtert“ über die Entscheidung, auf die man gehofft habe. Bei einem reinen Indizienprozess bestehe schließlich immer das „Restrisiko“, dass Dinge anders gewertet werden. Ebenso klar sei aber, dass das Neuaufrollen des Prozesses für die Angehörigen des Opfers kaum zu ertragen gewesen wäre.

Ex-Freund Richard O.

Jutta Klaus nannte den BGH-Entscheid eine „schallende Ohrfeige für den Angeklagten“. Das Verschwinden von Liesa Schule im April 2012 hatte ein mehrmonatige Suchaktion nach sich gezogen. Nach einem nächtlichen Treffen mit ihrem Ex-Freund war die junge Frau spurlos verschwunden.

Ex-Freund Richard O. verstricke sich später in Widersprüche. Als sich DNA-Spuren von Liesa Schulte im Kofferraum eines Polo fanden, den O. angemietet hatte, verdichtete sich der Verdacht. Schließlich wurde die Leiche der jungen Frau später in einem Waldstück bei Essen von spielenden Kindern gefunden. Auch diesen Ort in Nähe der Jugendherberge in Essen-Werden kannte Richard O.. Nach einem langen Prozess befanden die Richter O. für schuldig. Das Urteil: zwölf Jahre und drei Monate Haft wegen Totschlags. Für eine Anklage wegen Mordes hatte die Indizienlage nicht ausgereicht.

Quelle: wa.de

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