Kongress in Münster

Fahrrad-Experte fordert Fahrspuren für Radler

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Symbolfoto

MÜNSTER - Am Montag beginnt in Münster der 3. Nationale Radverkehrskongress. Mit der Veranstaltung will Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) den Radverkehr in Deutschland fördern. Welche Maßnahmen dafür bereits getroffen worden sind und welche Ideen es noch gibt, erklärte René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club.

Was wurde bisher für eine fahrradfreundlichere Verkehrspolitik getan?

Filippek: "Die wichtigste Maßnahme ist der nationale Radverkehrsplan, der in diesem Jahr vom Bundestag verabschiedet worden ist. Der Plan soll den Kommunen und Ländern zeigen, wie sie den Radverkehr fördern können und welche positiven Wirkungen dies hat. Bisher war es so, dass die Menschen erst verstärkt auf das Rad umgestiegen sind und dann die benötigte Infrastruktur dafür geschaffen worden ist. Mit dem Radverkehrsplan hoffen wir, dass dies nun andersherum geschieht."

 

Gibt es beim Ausbau des Radverkehrs denn regionale Unterschiede?

Filippek: "Tendenziell ist der Radverkehr im Norden stärker ausgebaut als im Süden, weil es dort nicht so hügelig ist. In topographisch ungünstigeren Regionen und auch in Großstädten wird allerdings versucht, den Radverkehr mit beispielsweise Pedelec-Verleihsystem zu fördern. Ich denke, dass sich diese Idee in den nächsten Jahren auch weiter verbreiten wird."

 

Und was gibt es für Ideen, die Sicherheit der zunehmenden Fahrradfahrer zu erhöhen?

Filippek: "Zum einen gibt es die Maßnahme, die Radler mit eigenen Fahrspuren auf die Straße zu bringen. Kopenhagen ist dafür bereits ein schönes Beispiel. Dadurch werden sie besser gesehen und seltener angefahren. Zum anderen werden elektronische Sicherheitssysteme für Autos und Lkw entwickelt, wodurch die Fahrer ein Piepen hören oder das Fahrzeug abbremst, wenn sich ein Fußgänger oder Fahrradfahrer in einem toten Winkel befindet. Gerade beim Rechtsabbiegen ist das die häufigste Unfallursache." - dpa

Quelle: wa.de

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