Aachener "Perücken-Räuber": Gab es weitere Banküberfälle?

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Einsatzkräfte stehen in Aachen vor der Filiale der Pax-Bank. Sechs mit Perücken und Sonnenbrillen maskierte Bankräuber haben am Mittwoch in Aachen 16 Bankangestellte bedroht und sind dann mit ihrer Beute geflohen.

AACHEN - Nach dem spektakulären Bankraub in Aachen mit 16 gefesselten Bankangestellten fahndet die Polizei weiter nach den Tätern. Die umfangreiche Fahndung war am Mittwoch auch auf das benachbarte Ausland Belgien und die Niederlande ausgeweitet worden.

Außerdem prüft die Polizei, ob es Parallelen zu anderen Überfällen bundesweit gibt. Dazu gehören auch zwei ungeklärte Banküberfälle in Aachen aus den Jahren 2012 und 2013.

So haben wir berichtet:

- Bankräuber bedrohen 16 Bankangestellte

Die vier bis sechs dunkel gekleideten Räuber waren vor der offiziellen Öffnung in eine Bank-Filiale in Aachen eingedrungen und hatten auf die nach und nach eintreffenden Bankangestellten gewartet.

Alle Angestellten wurden gefesselt und mit mindestens einer Waffe bedroht, die wie eine Schusswaffe aussah. Schließlich befreite sich den Angaben zufolge ein Bankangestellter selbst aus den Fesseln und alarmierte die Polizei.

Die Ermittler gehen von Profi-Räubern aus. Für die Opfer sei das eine extreme Situation, möglicherweise verbunden mit Todesangst, sagte der Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter NRW, Sebastian Fiedler, der Deutschen Presse-Agentur. "Ein Banküberfall in dieser Dimension ist selten."

Zu den "Perücken-Räubern" gehörte laut Polizei nach Zeugenaussagen eine Frau, die Deutsch sprach. Bei dem Überfall im Juli 2012 hatten vier Bankräuber - drei Männer und eine Frau - die Bankangestellten in einem Raum eingesperrt. Auch diese Frau trug damals Perücke und Sonnenbrille, die drei Männer Brillen.

Auch bei dem Aachener Überfall im Juli 2013 hatten zwei Männer und eine Frau den Bankangestellten vor Dienstbeginn aufgelauert. Wiederum trug die Frau eine Perücke und gab den Ton an, in akzentfreiem Hochdeutsch. Die Männer waren mit Perücken und Schlapphut maskiert. - dpa

Quelle: wa.de

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