Waffensammler aus Hennef wieder auf freiem Fuß

Munitionsexplosion: Weiteres gefährliches Material gefunden

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Eine Explosion bei einem Munitionssammler in Hennef löste am Montag einen Großeinsatz der Feuerwehr und der Polizei aus.

[Update 21.37 Uhr] Hennef - Anfang der Woche explodiert eine Kiste mit Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch am Tag danach geben die Ermittler zunächst keine Entwarnung. Sie stoßen auf dem Grundstück des Munitionssammlers, der wieder auf freiem Fuß ist, auf weitere gefährliche Teile und suchen das Haus mit Spürhunden ab.

Nach der Explosion illegal gehorteter Sprengkörper vor dem Haus eines 51-Jährigen in Hennef bei Bonn haben Spezialisten weiteres gefährliches Material entdeckt. Ermittler hätten in dem Haus Teile von Granaten und Treibladungen gefunden, sagte ein Sprecher der Polizei in Siegburg am Dienstag. 

Auch zwei Eimer mit Patronen und Patronenhülsen nahmen sie mit. Eine noch scharfe Handgranate sei von Sprengstoffexperten kontrolliert gesprengt worden.

Haus und Grundstück des Munitionssammlers wurde den Angaben zufolge bis zum Abend von Spürhunden abgesucht. Am Vortag war eine Kiste mit Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg vor dem Haus in die Luft geflogen. Verletzt wurde dabei niemand. Die Explosion löste aber einen Brand aus und führte zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. 

Ob die Detonation wie zunächst vermutet durch die starke Sonneneinstrahlung ausgelöst worden sei, stehe noch nicht endgültig fest, sagte der Polizeisprecher. Das Haus sei derzeit nicht bewohnbar, eine Garage sei abgerissen worden. 

Ein Kiste mit den Resten von Granaten liegt in Hennef vor einer Garage.

Der 51-Jährige, der gemeinsam mit seinen Eltern in dem Haus wohnte, wurde am Dienstag noch vernommen. Die über 80 Jahre alten Eltern wurden bei dem Einsatz am Montag ebenso wie viele Nachbarn in Sicherheit gebracht. Mit ihnen müsse noch gesprochen werden, sagte der Polizeisprecher. 

Wie viele illegal gehortete Sprengkörper sich insgesamt im Besitz des Sammlers befänden, sei noch nicht abschließend geklärt. Zudem sei unklar, woher die wohl Jahrzehnte alte Munition stamme. Welche möglichen Straftaten dem Mann vorgeworfen werden, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. 

Er kommt den Angaben zufolge vorerst nicht in Haft. Der 51-Jährige sei kooperativ gewesen und habe den Ermittlern nach seiner Freilassung am Nachmittag zwei weitere Sammelorte mit Sprengkörpern gezeigt, hieß es. 

Die Granaten habe er nach eigener Aussage auf Trödelmärkten zusammengekauft. Für Gerüchte aus der Nachbarschaft, nach denen der Mann die gefährlichen Teile gezielt mit Detektoren gesucht haben soll, habe die Polizei noch keine Belege. - dpa

Quelle: wa.de

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