Exklusive Führung mit Eckhard Uhlenberg durch den Landtag

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Eckhard Uhlenberg sitzt in einem der wohl schönsten Büros in Düsseldorf.

Eckhard Uhlenberg sitzt in einem der wohl schönsten Büros in Düsseldorf. Der neue Landtagspräsident von Nordrhein-Westfalen hat unsere Redaktion durch das Gebäude des Landtags am Rhein geführt.

Von Laura Engels

DÜSSELDORF - „Hallo, Herr Präsident“. „Guten Morgen, Herr Präsident“ – alle paar Meter strahlt ihm auf dem Weg zu seinem Büro ein Abgeordneter entgegen. Fast allen schüttelt er die Hand. Wie viele Hände sind es an einem Tag? „Etwa 100“, schätzt der Landtagspräsident, der zugibt, noch nicht die Gesichter aller Abgeordneten zu kennen.

Eckhard Uhlenberg hat von seinem Büro aus den wohl schönsten Ausblick, den Düsseldorf zu bieten hat, schaut aber nicht auf den Rhein, sonern lieber auf die ländliche Atmosphäre aus Fachwerk und Backstein im Werler Ortsteil Büderich: Ein Foto von seinem heimatlichen Landhof ist eines der ganz wenigen Dinge, die auf seinem sauberen Glasschreibtisch im ersten Stock des Landtags stehen. Rechts neben ihm liegt die neueste Ausgabe des Spiegels, links noch unerledigte Aufgaben der letzten Bürgersprechstunde in seinem Wahlkreis Soest-West.

Mehr Bilder aus dem Landtag

Mit Eckhard Uhlenberg unterwegs im Düsseldorfer Landtag

So wird sich der neue Landtagspräsident von Nordrhein-Westfalen etwa selbst um die Beschwerde einer Bürgerin kümmern, die sich darüber beklagt, dass der „Große Teich“ in Soest stinkt. Obwohl der gebürtige Werler nun seit dem 13. Juli der Herr im Haus von 18 Millionen NRW-Bürgern ist, scheint er seine Heimat Südwestfalen nicht ganz aus den Augen verlieren zu wollen.

Doch vorrangig ist Uhlenberg nun für 180 Landtagsabgeordnete und rund 300 Mitarbeiter der Landtagsverwaltung zuständig. „Meine Aufgabe besteht darin, für eine gute Atmosphäre im Landtag zu sorgen und offen für alle Fraktionen zu sein“, beschreibt der Landtagspräsident seine Rolle. Damit verabschiede er sich jedoch nicht von seiner politischen Überzeugung. „Meine politische Heimat ist nach wie vor die CDU, aber jetzt bin ich Präsident aller Abgeordneten“, sagt Uhlenberg und will das durch eine „gute, neutrale, und über den Parteien stehende Sitzungsleitung“ unter Beweis stellen.

Doch neben der Leitung von Plenarsitzungen muss der 62-Jährige auch an Fraktions- und Präsidiumssitzungen teilnehmen. Zudem stehen regelmäßig Mitarbeitergespräche und Telefonate auf seinem Tagesplan. Am Wochenende vertritt er den Landtag bei Veranstaltungen wie etwa dem NRW-Tag in Siegen im September oder dem Weltkindertag in Düsseldorf. So kommt Uhlenberg insgesamt auf etwa 60 bis 70 Arbeitsstunden in der Woche.

Kein Wunder, dass der frühere NRW-Umweltminister keine Zeit findet, die vielen Topfpflanzen, die in seinem Büro stehen, selbst zu gießen. Um die kümmern sich Gärtner, die dem Präsidenten auch hin und wieder einen frischen Blumenstrauß hinstellen, „damit alles schön aussieht“. Schließlich, so Uhlenberg, handele es sich um die repräsentativen Räume des Landtages, wo auch Gäste empfangen würden.

Die komplette Reportage aus dem Landtag finden Sie in der Freitagsausgabe unserer Zeitung.

Quelle: wa.de

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