Helmut Schmidt erhält am Samstag in Münster Friedenspreis

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Helmut Schmidt

MÜNSTER - Altbundeskanzler Helmut Schmidt und die Organisation "Children for a better World" werden am Samstagvormittag mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. Das WDR-Fernsehen überträgt den Festakt ab 11 Uhr live.

"Helmut Schmidt ist einer der bedeutendsten Wegbereiter des friedlich geeinten Europa. In seiner Zeit als deutscher Bundeskanzler stellte er wichtige Weichen in Richtung der europäischen Integration", heißt es in der Begründung der Jury und des Kuratoriums der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen-Lippe (WWL). "Der Staatsmann Helmut Schmidt steht zweifelsohne in einer Reihe mit den großen Europäern Valéry Giscard d´Estaing, Helmut Kohl und Václav Havel, die alle ebenfalls schon mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet wurden."

Zusammen mit Schmidt wird der Verein "Children for a better World" geehrt. Die Organisation mit Sitz in München - 1994 von rund 30 Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft gegründet - fördert weltweit Kinderhilfsprojekte. Getreu dem Leitgedanken "Mit Kindern. Für Kinder!" spielen dabei die Kinderbeiräte eine wichtige Rolle, in denen Kinder und Jugendliche selbst über die Vergabe von Fördermitteln entscheiden. Mit 25 Millionen Euro an Spenden konnten bisher weltweit mehr als 1200 Projekte gefördert werden.

"Mit dem Preis des Westfälischen Friedens halten wir die Erinnerung an das aufrecht, was die Gesandten im Jahr 1648 in Münster und in Osnabrück geleistet haben", erklärt Dr. Reinhard Zinkann, Vorsitzender der WWL. Das historische Vertragswerk sei beseelt gewesen durch den Traum vom Frieden, der nicht nur an den Stätten des Friedensschlusses bewegte, sondern die Menschen in ganz Europa und in der Welt. Zinkann: "Das hält bis heute an und gibt der Verleihung unseres Friedenspreises alle zwei Jahre ihren Sinn." Die Verdoppelung der Dotierung auf 100.000 Euro, die je zur Hälfte an beide Preisträger geht, signalisiere, dass der Preis des Westfälischen Friedens nun eine Auszeichnung "von herausragendem internationalem Rang" sei.

Seit der Stiftung des Preises im Jahr 1998 nahmen neben Valéry Giscard d'Estaing, Helmut Kohl und Václav Havel auch Carla del Ponte, Kurt Masur, Kofi Annan und Daniel Barenboim bereits die Auszeichnung in Empfang. Gemeinsam mit Persönlichkeiten, die durch ihre Lebensleistung zum Vorbild für Friedensarbeit in Europa und der Welt geworden sind, werden immer auch junge Menschen geehrt, die durch ihre Taten ein Beispiel für politische, soziale und ökologische Versöhnung und damit für Frieden in der Welt gegeben haben.

Quelle: wa.de

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