Viele Todesopfer

Flut-Katastrophe im Kreis Euskirchen: Zahl der Todesopfer steigt - noch zwei Vermisste

Im Kreis Euskirchen haben die schweren Unwetter in NRW zwei Dutzend Todesopfer nach sich gezogen. Die Lage an der Steinbachtalsperre entspannt sich.

  • Der Kreis Euskirchen ist schwer von der Unwetter-Katastrophe in NRW getroffen worden.
  • Durch das Hochwasser kamen mindestens 27 Menschen ums Leben.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet besuchen Bad Münstereifel (Update vom 20. Juli, 6.40 Uhr)

Update vom 20. Juli, 19.11 Uhr: Die Polizei Köln hat einen weiteren Toten in Bad Münstereifel gefunden. Bisher ist unklar, wer der Mann ist, da sein Leichnam noch nicht identifiziert wurde. Damit steigt die Zahl der Todesopfer nach der Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen auf 27. Aktuell sucht die Polizei noch nach zwei Vermissten aus dem Kreis Euskirchen.

Update vom 20. Juli, 14.17 Uhr: Die Polizei Köln teilt mit, dass aktuell noch 19 Menschen aus dem Kreis Euskirchen nach der Hochwasser-Katastrophe vermisst werden. Das berichtet der Kölner Stadtanzeiger am Dienstag. Die Zahl der Todesopfer bleibt bislang bei 24. Darunter seien sieben aus Schleiden, vier aus Euskirchen, je drei aus Zülpich und Nettersheim, je zwei aus Bad Münstereifel, Hellenthal und Kall und eine Person aus Blankenheim. Eine tote Person, die im Kreis Euskirchen gefunden wurde, stammt laut des Berichts aus dem Rhein-Erft-Kreis. Eine weitere Leiche müsse noch identifiziert werden.

Update vom 20. Juli, 12.04 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Bad Münstereifel angekommen. Zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) macht sich Merkel ein Bild von der Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen. Zum Auftakt führte die Kanzlerin Gespräche mit dem Landrat des Kreises Euskirchen, Markus Ramers, und Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian.

Update vom 20. Juli, 6.40 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel macht sich heute Mittag ein Bild von der Hochwasserkatastrophe in NRW. Zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kommt sie nach Bad Münstereifel. Der Ort im Kreis Euskirchen ist von dem Unwetter der vergangenen Tage heftig betroffen. Merkel spricht mit Vertretern von Hilfsorganisationen sowie Helferinnen und Helfern. Nach einem Treffen mit betroffenen Bürgern steht ein Gang durch das Gebiet auf dem Programm.

Update vom 19. Juli, 18.17 Uhr: Großes Aufatmen im Kreis Euskirchen. Die seit Tagen vom Hochwasser bedrohte Steinbachtalsperre in der Nähe von Euskirchen hält. „Ein Dammbruch ist jetzt nicht mehr zu befürchten“, teilte die Bezirksregierung Köln am Montag mit. Fachleute hatten die Standsicherheit des Damms begutachtet. Experten gehen nun von einer stabilisierten Lage aus. Die Talsperre soll in den nächsten Tagen abgefischt und vollständig entleert werden. Bereits seit Tagen wird Wasser abgelassen und abgepumpt.

Hochwasser im Kreis Euskirchen: Entwarnung wegen Dammbruch an Steinbachtalsperre

Update vom 19. Juli, 12.33 Uhr: Die Situation an der von einem Dammbruch bedrohten Steinbachtalsperre in Euskirchen hat sich entspannt. Ein Bruch habe an dieser Stelle verhindert werden können, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Zusammen mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) besuchte er den Ort, an dem seit Tagen gegen einen verheerenden Dammbruch gearbeitet wird. Armin Laschet würdigte die Hilfe des Bundes. Es bestehe nun die Chance, „dass sich die Lage endgültig entspannt“. Eine enge Zusammenarbeit der örtlichen Feuerwehren, der beiden Kreise, des Technischen Hilfswerks (THW) und der Bundeswehr habe ermöglicht, dass ein Dammbruch an dieser Stelle verhindert werden konnte.

Update vom 19. Juli, 10.14 Uhr: Der Pegel der seit Tagen vom Hochwasser bedrohten Steinbachtalsperre hat nach Angaben des Rhein-Sieg-Kreises einen „unkritischen Wasserstand erreicht“. Damit bestehe akut keine Gefahr mehr, dass die Staumauer brechen könnte, teilte der Kreis am Montag mit. „Somit können die Evakuierungsmaßnahmen für Swisttal und Rheinbach aufgehoben werden.“

Hochwasser-Folgen im Kreis Euskirchen: Bundesminister Seehofer kommt - Lage angespannt

Update vom 19. Juli, 7.20 Uhr: Nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands wollen Experten am Montagmorgen entscheiden, wann die Menschen in den evakuierten Gebieten um die von einem Bruch bedrohte Steinbachtalsperre bei Euskirchen in ihre Häuser zurückkehren können.

Das Abpumpen laufe laut Kreis Euskirchen nach Plan, die Situation an der Talsperre sei „unverändert stabil, aber weiterhin nicht unkritisch“, hieß es. Aus der Talsperre wird Wasser abgelassen, um Druck von dem Damm zu nehmen. Erst wenn die Talsperre zu zwei Dritteln entleert sei, bestehe keine akute Dammbruchgefahr mehr, hatte die Bezirksregierung Köln mitgeteilt. Eine Entscheidung über die Rückkehr der Anwohner sollte zunächst schon am Sonntag getroffen werden. Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Steinbachtalsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz waren evakuiert worden.
Die Feuerwehr Euskirchen dementierte derweil Gerüchte, nach denen die Sperre gebrochen sei. Die Feuerwehr schrieb am Sonntag bei Twitter, es habe Hunderte Notrufe gegeben und betonte: „Der Damm ist nicht gebrochen!“

Um die Folgen der katastrophalen Unwetter zu bewältigen, ist auch das Technische Hilfswerk im unermüdlichen Einsatz. Dessen oberster Dienstherr, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), kommt am Montag in das Hochwassergebiet. Der Minister wolle sich vor Ort ein Bild von der Arbeit des Technischen Hilfswerks (THW) machen. Das THW ist dem Bundesinnenministerium unterstellt. Die Organisation hat den Angaben zufolge 2500 Helferinnen und Helfer in den Hochwassergebieten im Einsatz, um Menschen in Sicherheit zu bringen, Keller abzupumpen, die Stromversorgung sicherzustellen und um Schuttberge abzutragen.

Seehofer wird am späten Vormittag an der Steinbachtalsperre in Euskirchen (NRW) erwartet. Dort ist die Lage sehr angespannt, es droht ein Bruch. Deswegen wurden dahinter gelegene Ortschaften evakuiert. Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Seehofer ein weiterer Bundespolitiker, der in das Katastrophengebiet reist, um den Menschen dort seine Unterstützung zuzusichern.

Hochwasser-Folgen im Kreis Euskirchen: Touristen im Katastrophengebiet - Lage angespannt

Update vom 18. Juli, 20.11 Uhr: Die Polizei Köln meldet die Todesopfer: Eine weitere Tote wurde in Rheinbach gefunden, zwei Tote in Köln, 26 im Kreis Euskirchen und im Bereich Rhein-Sieg-Kreis neun Tote.

Update vom 18. Juli, 15.06 Uhr: Der Kreis Euskirchen sagt, dass sich in den Katastrophengebieten Touristen und Gaffer versammeln, die die Einsatzkräfte erheblich beeinträchtigen. Der Kreis ruft dazu auf, das Hochwasser-Gebiet zu meiden.

Zudem können unkoordinierte Sachspenden nicht mehr angenommen werden. Der Bedarf sei gedeckt.

Update vom 18. Juli, 13.58 Uhr: Nach der Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen haben Teile des Kreisgebiets Euskirchen weiterhin keinen Strom. „Durch die enormen Schäden und das vielerorts immer noch stehende Wasser ist die Inbetriebnahme von Umspannanlagen und Ortsnetzstationen schwierig“, teilte der Kreis am Sonntag mit.

Einige Stationen hätten wieder ihren Betrieb aufnehmen können, andere müssten zunächst noch gereinigt und getrocknet werden. In einigen Fällen wurden Stationen mithilfe von bestimmten Aggregaten oder Umschaltungen ans Netz angeschlossen. Insgesamt bleibe die Lage angespannt. Die Situation in den Krankenhäusern und Dialysezentren sei derweil stabil. „In vielen Notunterkünften hat sich eine medizinische Versorgungsstruktur gebildet. Der Rettungsdienst ist in vollem Umfang einsatzfähig“, teilte der Kreis weiter mit.

Hochwasser-Folgen im Kreis Euskirchen: Wasser läuft an Talsperre zu langsam ab - keine Entwarnung

Update vom 18. Juli, 9.44 Uhr: Experten sollen am Sonntag die immer noch angespannte Lage an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen neu bewerten. Denn am Staudamm fließt das Wasser langsamer ab als erwartet, teilte die Bezirksregierung Köln auf Twitter mit. Die ursprünglich geplante Prognose, am Sonntagnachmittag gegen 15.00 Uhr Entwarnung geben zu können, kann den Angaben zufolge deshalb nicht gehalten werden.

Aus der Talsperre wird Wasser abgelassen, um Druck von dem Damm zu nehmen. Der Wasserstand sinke aber langsamer als erwartet, hieß es am Samstagabend. Entwarnung könne erst gegeben werden, wenn die Talsperre zu zwei Dritteln entleert sei. Bis dahin bestehe weiter akute Dammbruchgefahr, wie die Bezirksregierung am Samstag warnte. Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Steinbachtalsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz waren evakuiert worden.

Hochwasser-Folgen im Kreis Euskirchen: Lage an Talsperre entspannt sich - aber keine Entwarnung

Update vom 17. Juli, 21.51 Uhr: Der Damm der Steinbachtalsperre ist nicht gebrochen und die Lage ist weiterhin unverändert. Das teilt der Kreis Euskirchen am Abend über Facebook mit. Die Evakuierung der rund 4500 Personen werde aufrecht erhalten, bis die Wassermenge entscheidend reduziert sei. Laut Kreis ist es noch unklar, wann die Personen wieder zurück in die Ortschaften können. Am Sonntag finde eine weitere Beurteilung der Situation durch alle Beteiligten statt.

Update vom 17. Juli, 17.26 Uhr: Die Lage an der Steinbachtalsperre entspannt sich offenbar leicht. Einsatzkräfte sind dabei, Wasser abzupumpen, wodurch der Pegel sinkt. Nach Schätzungen der Feuerwehr Euskirchen könnte am Sonntag so viel Wasser aus der Talsperre gepumpt sein, dass über eine Rückkehr der Menschen in ihre Häuser nachgedacht werden könnte. Laut WDR sind am Damm keine weiteren Beschädigungen zu den bereits seit zwei Tagen sichtbaren hinzu gekommen.

Hochwasser-Drama im Kreis Euskirchen: Mehrfamilienhaus in Mechernich droht einzustürzen

Update vom 17. Juli, 17.03 Uhr: In der Stadt Mechernich im Kreis Euskirchen droht wegen eines Bergbruchs ein Mehrfamilienhaus einzustürzen. 25 Bewohner mussten das Gebäude nach Informationen des WDR räumen. Demnach steht noch nicht fest, ob der Wohnblock stabilisiert werden kann oder abgerissen werden muss. Nicht kartierte Bergbauschächte aus früheren Jahrhunderten sind durch das Unwetter und die Wassermassen freigespült worden. Eines der Löcher ist ca. 20 Meter tief. Der Bürgermeister rechnet mit zwei bis drei Monaten Betretungsverbot.

Update vom 17. Juli, 15.15 Uhr: Die Polizei in Euskirchen hat Neugierige davor gewarnt, in die Hochwassergebiete zu kommen. Zudem sollten Privatleute keine Drohnen über Einsatzgebieten von Polizei und Rettungsdienst fliegen lassen. „Sie behindern dadurch die Drohnen der Rettungskräfte!“, schrieb die Polizei, die unter anderem für das Gebiet an der bedrohten Steinbachtalsperre zuständig ist, auf Twitter. Zudem sei der Drohneneinsatz unzulässig und stelle eine Ordnungswidrigkeit dar.

Hochwasser-Drama im Kreis Euskirchen: Damm droht zu brechen - Polizei warnt Schaulustige

Update vom 17. Juli, 13.58 Uhr: Im Kreis Euskirchen wird weiterhin besorgt auf die Steinbachtalsperre geblickt. Trotz sinkenden Wasserstands droht ein Bruch des Staudamms. Der Damm sei „äußerst instabil“, große Teile des Bauwerks seien weggebrochen, teilte die Bezirksregierung Köln am Samstag mit. Es drohe weiterhin akute Überflutungsgefahr für die Orte unterhalb der Talsperre. Weitere Evakuierungen seien deshalb geplant. Entwarnung könne nach Angaben von Experten erst gegeben werden, wenn die Talsperre zu zwei Dritteln entleert sei. Das könnte nach vorsichtiger Schätzung am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr erreicht sein.

Update vom 17. Juli, 13.22 Uhr: Die Stadt Mechernich hat über die Warn-App NINA mitgeteilt, dass im Bergschadensgebiet ein absolutes Betretungsverbot gilt. Aufgrund des schweren Unwetters bestehe eine erhöhte Einsturzgefahr von Stollen durch Unterspülungen.

Update vom 17. Juli, 9.16 Uhr: „Die Stadt sieht aus wie nach einem Krieg“, beschreibt eine ältere Anwohnerin aus Bad Münstereifel dem Kölner Stadtanzeiger (Ksta) das Ausmaß nach der Hochwasser-Katastrophe im Kreis Euskirchen. Vor allem die Altstadt hat es schwer getroffen. Bilder zeigen herausgerissene Asphaltplatten und niedergerissene Mauern. „Die Stadt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr“, sagt ein weiterer Anwohner aus der Kurstadt dem Ksta.

Hochwasser-Drama im Kreis Euskirchen: Zahl der Toten steigt - aber auch gute Nachricht

Update vom 16. Juli, 22.23 Uhr: Hoffnung für die evakuierten Bewohner unterhalb der Steinbachtalsperre in Euskirchen. Es werde aktuell davon ausgegangen, dass im Laufe des Sonntags eine Rückkehr nach Swisttal und Rheinbach möglich ist, heißt es in einer Mitteilung vom späten Freitagabend. Voraussetzung sei eine gleichbleibende Wetterlage.

Update vom 16. Juli, 20.51 Uhr: Immerhin eine gute Nachricht: Die Lage an der Steinbachtalsperre entspannt sich nach Auskunft des Kreises Euskirchen etwas. Nach Informationen der Bezirksregierung Köln ist der bislang nach der Hochwasser-Katastrophe verstopfte Grundablass der Talsperre jetzt freigelegt. Über diese Öffnung kann jetzt Wasser kontrolliert abgelassen werden, um den Druck auf dem Bauwerk zu senken. Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Talsperre bleiben evakuiert. Der Kreis warnte die Bewohner davor, in die Häuser zurückzukehren. „Wenn Sie Ihr Zuhause noch nicht verlassen haben, tun Sie dies unbedingt“, hieß es in der Mitteilung.

Hochwasser-Drama im Kreis Euskirchen: Bürger sollen Leitungswasser abkochen

Update vom 16. Juli, 20.29 Uhr: Der Kreis Euskirchen empfiehlt, Leitungswasser abzukochen. „Derzeit können wir nicht sicher ausschließen, dass es durch Rohrbrüche und Starkregen zu einem Eintrag von Oberflächenwasser und somit Keimen in das Trinkwassernetz gekommen ist“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises am Abend auf Facebook. Zwar gebe es bislang nur einzelne konkrete Hinweise auf solche Zwischenfälle, dennoch werde geraten, Wasser nicht ab Hahn zu trinken oder zur Zubereitung ungekochter Speisen zu verwenden. Dies gilt insbesondere für Kall, Gemünd, Oberhausen und Marmagen.

Update vom 16. Juli, 18.48 Uhr: Der Kreis Euskirchen hat neue Hotlines eingerichtet für Fragen und die Meldung von vermissten Personen. Das sind die Telefonnummern:

  • Personenauskunftsstelle: 02251 - 15 1111 (auch die kommende Nacht durch, ab Samstag täglich 8 bis 18 Uhr erreichbar)
  • Für Hilfsangebote gilt: 02251 - 15 910 (täglich 8 bis 18 Uhr)

Update vom 16. Juli, 16.48 Uhr: Die Lage an der Steinbachtalsperre ist nach Auskunft des Kreises Euskirchen stabil, „aber nicht unkritisch“. Bei der Überprüfung des Dammes mit einer Drohne seien keine kritischen Risse gefunden worden, so eine Kreissprecherin. Nach wie vor sei das Grundabflussrohr der Talsperre verstopft. Um Druck aus der Anlage zu nehmen, werde weiterhin das Wasser mit Hochleistungspumpen aus der Talsperre geholt.

Hochwasser-Drama im Kreis Euskirchen: Schaulustige stören Arbeit der Retter

Update vom 16. Juli, 16.20 Uhr: Der Kreis Euskirchen meldet, dass Schaulustige zunehmend die Einsatzkräfte behindern. Wer Hilfe anbieten möchte, kann die neue Hotline kontaktieren: 02251-15910. Anwohner sollen nur die allernötigsten Strecken auf sich nehmen. „Helft Euren Nachbarn und schaut, dass es Euren Liebsten gut geht“, so der Kreis.

Update vom 16. Juli, 14.17 Uhr: Die Polizei im Raum Euskirchen sucht aktuell noch nach 40 vermissten Menschen. Die Zahl der Todesopfer im Kreis ist auf 24 angestiegen. Es gibt mittlerweile vom Kreis Euskirchen ein Spendenkonto für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe: IBAN: DE20 3825 0110 0001 0000 17, SWIFT-BIC: WELADE D1 EUS, Stichwort „Spende Hochwasser“. Auch an den Rot-Kreuzverband Euskirchen kann gespendet werden. Auch für andere Betroffene des schweren Unwetters gibt es Spendenmöglichkeiten.

Update vom 16. Juli, 11.40 Uhr: Die Situation an der Steinbachtalsperre ist stabil, bleibt jedoch kritisch. Der Pegelstand konnte gehalten werden, er sank um zwei Zentimeter. Die Lage ist weiterhin angespannt: Der Grundablass ist weiterhin nicht in Funktion, ein Überlaufrohr musste freigepumpt werde, um weiteres Wasser abzulassen.

Hochwasser-Drama im Kreis Euskirchen: Zahlreiche Überschwemmungen in NRW

Update vom 16. Juli, 11.05 Uhr: Das Trinkwasser im Kreis Euskirchen muss abgekocht werden. Der Kreis meldet, dass es durch die Rohrbrüche und den Starkregen dazu gekommen sein könnte, dass Keime ins Trinkwassernetz gekommen sind. Leitungswasser soll nicht aus dem Hahn getrunken und auch nicht zum Abwaschen von ungekochten Speisen verwendet werden. Auch die Temperatur von Kaffeemaschinen reicht nicht aus, um die Keime abzutöten. Betroffen sind vor allem: Kall, Gemünd, Oberhausen und Marmagen.

Update vom 16. Juli, 8.43 Uhr: Das Bundesamt für Bevölkerung und Katastrophenschutz (BBK) gab bekannt, dass in Nordrhein-Westfalen neben Euskirchen 22 weitere Städte und Landkreise von Überschwemmungen betroffen sind. Das Landeskabinett wird deshalb am Vormittag zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über die katastrophale Lage zu beraten. Bundeskanzlerin Angela Merkel versprach den Betroffenen Hilfen. Sie sprach in Washington von einer „Tragödie“.

Update vom 16. Juli, 06.58 Uhr: Der Kreis Euskirchen in NRW wurde vom Unwetter stark getroffen. Ein Gutachter soll am Freitag erneut die Steinbachtalsperre untersuchen. Der Wasserstand war am Donnerstagabend durch Abpumpen zwar gesunken, die Brauchwasser-Talsperre, deren Damm tiefe Furchen aufweist, war von einem Sachverständigen am Vortag jedoch als „sehr instabil“ eingestuft worden. Deswegen wurden aus Sicherheitsgründen mehrere Ortschaften evakuiert. Betroffen waren rund 4500 Einwohner.

Update vom 15. Juli, 23.02 Uhr: Gute Nachrichten von der Steinbachtalsperre: Der Wasserstand sinkt. Dies teilte Markus Böhm vom Krisenstab am Donnerstagabend mit. Am Freitagmorgen soll es eine neue Begutachtung des Dammes geben. Trotzdem ist die Lage im Kreis Euskirchen weiterhin angespannt. Noch immer werden Menschen vermisst, die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Viele Ortschaften gleichen einem Trümmerfeld. Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger brach in Iversheim ein Haus zusammen. Die A1 zwischen Wisskirchen und Mechernich ist noch immer voll gesperrt. Dort sind Pfeiler der Talbrücke Krebsbachtal unterspült worden. Zudem liegen mehrere Starkstromleitungen frei.

Hochwasser im Kreis Euskirchen: Einsatzkräfte am Rande der Erschöpfung

Update vom 15. Juli, 21.48 Uhr: Landrat Markus Ramers hat soeben ein Presse-Statement abgegeben. Er sprach von erschreckenden Bildern und Lageberichten aus den Kommunen des Kreises Euskirchen. Überall gebe es Hochwasserschäden und Menschen müssten vor dem Wasser gerettet werden. Die Evakuierungen an der Steinbachtalsperre gehen weiter. Ein großes Problem laut Ramers ist die Kommunikation nach außen. Noch immer ist das Telefon- und Mobilfunknetz gestört. Die Einsatzkräfte seien am Rande der Erschöpfung. Weiterhin hat der Kreis Euskirchen 15 Todesopfer zu beklagen. Landrat Ramers geht davon aus, dass die Zahl noch steigen wird.

Update vom 15. Juli, 21.06 Uhr: Noch immer sind Strom, Telefon und Mobilfunknetze in Teilen des Kreises Euskirchen ausgefallen. In den Sozialen Netzwerken versuchen die Menschen verzweifelt Informationen zu den Situationen in den einzelnen Ortschaften zu erhalten. Manche haben seit der Nacht keinen Kontakt mehr zu ihren Angehörigen und Freunden. Die Notrufnummer 112 ist nicht erreichbar und wird auf den Polizeinotruf 110 umgeleitet. In den Ortschaften werden zentrale Anlaufstellen eingerichtet.

Viele Todesopfer nach Unwetter im Kreis Euskirchen - Damm droht zu brechen

Update vom 15. Juli, 17.27 Uhr: Für den Kreis Euskirchen ist das Unwetter-Drama noch lange nicht vorbei. Die Steinbachtalsperre wird als „sehr instabil“ eingestuft, sagte Landrat Markus Ramers am Donnerstag. Die Orte Schweinheim, Flamersheim und Palmersheim werden evakuiert. Von der Evakuierung sind 4500 Einwohner betroffen. Ein Damm der Talsperre weise tiefe Furchen auf. Weil der Ablass der Talsperre infolge des Unwetters verstopft ist, könne das Wasser nicht kontrolliert abgelassen werden und werde über die Sperre abgepumpt.

[Erstmeldung] Euskirchen - Die schweren Unwetter in Nordrhein-Westfalen haben auch im Kreis Euskirchen Todesopfer gefordert und verheerende Schäden angerichtet. Seit Mittwochabend hat sich die Situation dort arg zugespitzt. Mehrere Orte wurden evakuiert. Ein Damm droht zu brechen.

Euskirchen (NRW): Acht Tote nach Unwetter - Dammbruch wegen Hochwasser droht

Die Lage im Kreis Euskirchen ist verheerend. Nach den schweren Unwettern am Mittwoch haben die Behörden via Facebook zunächst acht Todesfälle gemeldet. Im Laufe des Tages wurde die Zahl nach oben korrigiert: Die Behörden sprechen von 15 Toten. Genaue Angaben zu den Opfern im Zusammenhang mit dem Hochwasser machte der Kreis zunächst nicht. Die Situation ist weiterhin kritisch. „Es finden Menschenrettungen statt“, hieß es weiter. Teilweise bestehe kein Zugang zu den Orten. Im Kreisgebiet sei die Kommunikation weitgehend ausgefallen.

Einwohner in Euskirchen sind teilweise abgeschottet, der Feuerwehr-Notruf 112 und die Kreisverwaltung seien nicht zu erreichen. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. Wie die Feuerwehr Euskirchen via Twitter mitteilte, wurden die Ortschaften Schweinheim, Ringsheim und Flamersheim evakuiert. Für die Bewohner dient das Thomas-Eßer-Berufskollege als Anlaufstelle. Die Kommunikation erfolgt weitestgehend über das Radio.

Euskirchen (NRW): Damm der Steinbachtalsperre droht wegen Hochwasser zu brechen

Zudem ruft der Kreis Euskirchen laut Kölner Stadtanzeiger die Bevölkerung auf, Keller zu verlassen und sich in höhere Stockwerke zu begeben. Nach Angaben der Bild droht der Damm der Steinbachtalsperre im Süden von Euskirchen zu brechen. Zur weiteren Beobachtung sei die Polizei und das Technische Hilfswerk (THW) vor Ort.

Auch der Verkehr rund um Euskirchen ist wegen des Unwetters in NRW weitestgehend lahmgelegt. Die Autobahn 61 ist seit Donnerstagmorgen zwischen Bliesheim und Meckenheim wegen Überflutung voll gesperrt. Der Verkehr wird auf die A565 umgeleitet. NRW Ministerpräsident Laschet will am Donnerstag das besonders betroffene Hagen besuchen. Anwohner dort mussten ebenfalls evakuiert werden.

Die Unwetter-Folgen sind in vielen Orten in NRW verheerend. Zuvor hatten schon bestürzende Nachrichten aus Altena und Werdohl (Märkischer Kreis) große Trauer ausgelöst. Bei Hochwasser-Einsätzen kamen dort zwei Feuerwehrmänner ums Leben. Auch im Kreis Unna ist die Situation dramatisch. Dort starb ein Mann in seinem mit Wasser vollgelaufenen Keller.

Rubriklistenbild: © Markus Klümper/dpa

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