Auswirkungen auf Zugverkehr in ganz Nord- und Westdeutschland

Intercity erfasst Frau im Ahlener Bahnhof - Strecke wieder frei

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Intercity der Deutschen Bahn

[UPDATE 18:30 Uhr] Hamm/Ahlen - Die Bahnstrecke zwischen Hamm und Bielefeld war am Morgen wegen eines tödlichen Unfalls im Bahnhof Ahlen für mehr als zwei Stunden gesperrt. Mehr als 30 Verbindungen in Nord- und Westdeutschland waren davon betroffen. Laut Deutscher Bahn fahren die Züge seit 11.30 Uhr wieder im Regelverkehr. 

Die Polizei hat auf Anfrage das vorläufige Ergebnis ihrer Ermittlungen bekanntgegeben. Bei dem Unfall sei eine 41-jährige Frau aus Ahlen vor den durchfahrenden Intercity gesprungen. Dabei wurde sie tödlich verletzt. Die Polizei geht von einem Suizid aus.  

Nach Auskunft der Bundespolizei in Münster kam es um 9.09 Uhr zu dem Unfall im Bahnhof Ahlen. Dabei erfasste der durchfahrende Intercity 2013 im Bahnhofsbereich die Frau. Der IC kam nach ca. einem Kilometer zum Stehen. Ein Mann, der sich am Bahnsteig aufhielt und den Unfall beobachtete, musste mit einem Schock ärztlich betreut werden. 

Der Zug, der von Magdeburg auf dem Weg nach Oberstdorf war, stand zunächst für einen längeren Zeitraum auf der Strecke. 

Da nicht absehbar ist, wie lange die Streckensperrung andauert, wurde entschieden, den Intercity zu evakuieren.  Dabei war auch die Feuerwehr im Einsatz, die durch das Anlegen von Leitern bei der Evakuuierung half. Die Passagiere wurden so die Bundespolizei mit Bussen nach Hamm und Dortmund gebracht. 

Betroffen waren rund 100 Passagiere.  

Die Strecke ab Hamm in Richtung Bielefeld war  seit 9.19 Uhr gesperrt. Um kurz nach 11 Uhr wurden zwei der vier Gleise wieder freigegeben. Der Regelverkehr lief gegen 11.30 Uhr nach Angaben der DB wieder an. 

Da es sich um eine Hauptstrecke handelt, waren die Beeinträchtigungen im Zugverkehr massiv. Es ist die einzige direkte Verbindung zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet. Laut  Deutscher Bahn waren von der Streckensperrung mehr als 30 Züge betroffen. 22 Züge hatten im Durchschnitt 30 Minuten Verspätung. Zwölf Züge des Fernverkehrs wurden umgeleitet.  Drei Züge fielen komplett aus. Acht Züge fielen teilweise aus. Gegen Mittag normalisierte sich die Lage. 

Quelle: wa.de

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