Volles Programm wieder ab 7. Januar?

Eurobahn: 100 neue Lokführer sollen Zugausfälle 2017 verhindern

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2017 soll alles besser werden, kündigt die Eurobahn an. 100 neue Lokführer sollen ihr dabei helfen.

Soest/Westfalen - Die Verantwortlichen der Eurobahn sind zuversichtlich, ab dem 7. Januar 2017 wieder das vollständige Programm fahren zu können.

Am 2. Januar beginnen sieben neue Lokomotivführer ihre Arbeit, zudem haben sich Mitarbeiter aus dem Krankenstand zurückgemeldet, sagt Eurobahn-Sprecherin Danica Dorawa gegenüber dem Soester Anzeiger. Diese Woche führt der Personalengpass zu reichlich Zugausfällen; allein auf der Strecke Soest-Werl wird momentan jede zweite Verbindung gestrichen.

Wegen ihres Mitarbeiter-Mangels und der womöglich verfehlten Personalpolitik hatte sich die Eurobahn in den vergangenen Tagen erhebliche Schelte von Kunden, Auftraggebern und Gewerkschaften anhören müssen. Man habe begriffen und das Konzept neu ausgerichtet, betont die Sprecherin. Die Eurobahn nimmt im neuen Jahr zwei Millionen Euro in die Hand und investiert in eine eigenfinanzierte Ausbildung neuer Kräfte. Bis Mai sollen so 20 neue Fahrzeugführer an Bord kommen.

In der Vergangenheit hat das Unternehmen eher auf Umschulungen gesetzt und sich diese Kurse obendrein von Arbeitsämtern bezahlen lassen.

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100 neue Lokführer will die Eurobahn nach Möglichkeit in 2017 zusätzlich einstellen. Die große Zahl wird allerdings nicht allein zum Stopfen der Löcher benötigt; vielmehr übernimmt der Carrier im neuen Jahr zusätzlich das Streckennetz rund um den Teutoburger Wald und benötigt schon allein dafür 50 Lokführer.

An neue Kräfte zu kommen, sei schon mal leichter gewesen, sagen die Zuständigen. „Der Beruf ist nicht mehr so attraktiv.“ Das könnte an veränderten Lebenseinstellungen junger Leute liegen, die auf geregelte Freizeit großen Wert legen, sagt die Sprecherin. Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienste, wie sie bei der Bahn nunmal anfallen, seien längst nicht mehr jedermanns Sache.

Ausbildung zum Lokführer:

Wer Lokführer bei der Eurobahn werden will, muss mindestens 21 Jahre alt sein und sollte eine abgeschlossene Schulausbildung und eine Vorliebe für Technik mitbringen. Die Ausbildung dauert neun Monate. Danach winkt ein Einstiegsgehalt von 3150 Euro brutto inklusive aller Zulagen für Schicht- und Wochenenddienste. Nach zehn Jahren steigt das Gehalt auf rund 3500 Euro.

Quelle: wa.de

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