16 000 Euro für Abiball veruntreut: Ex-Schüler vor Gericht

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DORTMUND - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat vor dem Dortmunder Amtsgericht der Prozess um veruntreutes Geld für einen Abiball stattgefunden. Jetzt wurde der inzwischen 21-jährige Ex-Schüler zu 150 Sozialstunden verurteilt. 

Schon vor dem geplanten Abiturball gab es für die Absolventen eines Dortmunder Gymnasiums im Mai 2013 ein böses Erwachen. Einer ihrer Mitschüler hatte die rund 16 000 Euro, die sie für eine rauschende Feier in der Westfalenhalle gesammelt hatten, für eigene Zwecke verbraucht. Am Dienstag verurteilte das Dortmunder Amtsgericht den inzwischen 20-Jährigen wegen Untreue. Neben einer offiziellen Verwarnung erhielt der Angeklagte die Auflage, 150 Stunden gemeinnützige Arbeit abzuleisten.

Der komplette Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Da der Angeklagte sich derzeit in psychotherapeutischer Behandlung befindet und der Therapeut schriftlich versicherte, eine öffentliche Erörterung des Falles gefährde den Behandlungserfolg, gab das Jugendschöffengericht einem Antrag der Verteidigung statt. "Mein Mandant ist noch nicht stabil genug, sich mit seinem Fehlverhalten in öffentlicher Hauptverhandlung auseinanderzusetzen", hieß es in der Antragsbegründung.

Über die möglichen Motive für den Griff in die Abitur-Kasse wurde nur wenig bekannt. Gerichtssprecher Gerhard Breuer bestätigte im Anschluss an die Urteilsverkündung nur, dass die Taten einen "familiären Hintergrund" hatten.

Die rund 200 Schüler des doppelten Abitur-Jahrgangs hatten den jungen Mann schon 2011 mit der Verwaltung des Geldes beauftragt. Der heute 20-Jährige war parteipolitisch aktiv und genoss wohl auch deshalb hohes Ansehen bei seinen Mitschülern. "Bis zuletzt habe er dann einfach verdrängt, dass das Fehlen des Geldes irgendwann auffallen musste", sagte der Verteidiger weiter. Der Abi-Ball konnte seinerzeit mit Hilfe von Sponsoren gerade noch gerettet werden.

Quelle: wa.de

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