Erstmals seit Jahren: freie Plätze in NRW-Gefängnissen

DÜSSELDORF - Erstmals seit Jahren ist in NRW-Gefängnissen ein größeres Kontingent Zellen frei. Auf 18 800 Haftplätze kamen Ende Januar 17 090 Gefangene – so ein Sprecher des Justizministeriums.

Die Situation für Bedienstete und Gefangene habe sich entspannt. Einerseits seien 1000 zusätzliche Haftplätze gebaut worden, andererseits würden mit Programmen wie „Schwitzen statt sitzen“ für Kleinkriminelle Gefängnisaufenthalte zugunsten gemeinnütziger Arbeit vermieden. Zudem gehe die Jugendkriminalität zurück.

Unterdessen will NRW seinen Jugendarrest gerichtsfest machen. Als erstes Bundesland komme man jetzt den Auflagen des Bundesverfassungsgerichts nach, erklärte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) gestern zu einem vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf. Danach soll der Vollzug konsequent pädagogisch ausgestaltet werden. Der Jugendarrest ist nach Justizangaben ein kurzfristiger Freiheitsentzug von mindestens zwei Tagen und höchstens vier Wochen. Er hat nicht die Rechtswirkung einer Strafe. - lnw

Quelle: wa.de

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