"Arbeitslosenreport": Mehr Langzeitarbeitslose in NRW

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DÜSSELDORF - Arbeitslose in Nordrhein-Westfalen bleiben zunehmend länger ohne Beschäftigung. Zu dem Ergebnis kommt der Arbeitslosenreport der Wohlfahrtsverbände in NRW, der am Mittwoch in Düsseldorf erstmals vorgestellt wurde.

Mehr als 323.000 Menschen waren demnach im Oktober 2013 in Nordrhein-Westfalen länger als zwölf Monate arbeitslos. Im Oktober 2009 waren es noch 258.000. Das sei ein Anstieg von 25 Prozent in den vergangenen vier Jahren.

Anstatt sich der Problematik zu stellen, konzentrierten sich die Politik und auch viele Jobcenter auf leichter zu vermittelnde Fälle, kritisierte der Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege NRW, Hermann Zaum. "Aus unserer Sicht ist das ein Skandal und Zeichen arbeitsmarktpolitischer Ignoranz."

Ausgewertet wurde auch, wie viele Menschen unter 65 Jahren in NRW von der Grundsicherung leben müssen. Aktuell seien es 11,3 Prozent. "Trauriger Spitzenreiter" sei Gelsenkirchen mit 22 Prozent.

Basis für den Arbeitsmarktreport sind die statistischen Daten der Bundesagentur für Arbeit in NRW, die vom Institut für Bildung- und Sozialpolitik der Fachhochschule Koblenz neu analysiert wurden. Der Report soll künftig quartalsweise und jeweils zu einem Schwerpunktthema veröffentlicht werden. - lnw

Quelle: wa.de

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