Erste Zeugen im Achenbach-Prozess

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ESSEN - Im Prozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach kommt eines der Betrugsopfer zu Wort. Der Pharma-Unternehmer Christian Boehringer ist als Zeuge geladen.

Im Prozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach sollen am Mittwoch erstmals Betrugsopfer aussagen. Vor das Essener Landgericht sind als Zeugen der Pharma-Unternehmer Christian Boehringer sowie eine Frau geladen, die zusammen mit ihrem Ehemann bei Kunstkäufen von Achenbach betrogen worden sein soll.

Die Geschäfte mit Boehringer und dem Ehepaar wurden über die inzwischen aufgelöste Kunstberatungsfirma Berenberg Art Advice abgewickelt, deren Geschäftsführer Achenbach und der mitangeklagte Stefan H. waren.

Achenbach hatte am Montag Geschäfte in ungerechtfertigter Höhe mit Boehringer eingeräumt. Er hatte den Unternehmer später mit gut einer Million Euro entschädigt. Das Kunstgeschäft mit dem Ehepaar wurde von der Berenberg Art Advice laut Anklage wieder rückgängig gemacht, nachdem die Unregelmäßigkeiten aufgeflogen waren.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem seit Juni 2014 in Untersuchungshaft sitzenden Achenbach vor, nicht nur Kunden der Art Advice, sondern vor allem den 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht betrogen zu haben. Allein Albrecht soll bei 22 Kunst- und Oldtimerverkäufen von Achenbach um rund 23 Millionen Euro geschädigt worden sein.

Achenbach hatte zu Beginn des Prozesses im Dezember bereits zugegeben, teilweise "unberechtigte Aufschläge" bei Kunstverkäufen an seinen Duzfreund Albrecht vorgenommen zu haben.

(dpa/lnw)

Quelle: wa.de

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