Erneut Großrazzia gegen Rockerszene in NRW

MÖNCHENGLADBACH - Januar 2012: In Mönchengladbach kommt es zu einer brutalen Schlägerei rivalisierender Rockerclans. Durch Stiche werden drei Männer lebensgefährlich verletzt. Die Ermittler bilden eine Mordkommission. Jetzt hat es wieder eine Großrazzia in der Szene gegeben.

Viereinhalb Monate nach einer Massenschlägerei zwischen Hells Angels und Bandidos in Mönchengladbach ist die Polizei wieder mit einer Großrazzia gegen die Rockerszene vorgegangen. Mit Spezialeinsatzkräften durchsuchten die Ermittler am Dienstagabend ein Clubhaus der "Höllenengel" in Krefeld und einen Sex-Club in Willich am Niederrhein. Außerdem schlugen die Beamten in Privatwohnungen in Krefeld, Düsseldorf, Köln und Solingen zu. Insgesamt waren nach Angaben eines Polizeisprechers vom Mittwochmorgen rund 500 Kräfte im Einsatz.

Die Polizisten hätten zwar Personalien festgestellt, es habe aber keine Festnahmen gegeben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach nach der Aktion mit. Ziel sei gewesen, "mögliche weitere Tatbeteiligte der Mönchengladbacher Auseinandersetzung zu identifizieren und weitere Beweismittel aufzufinden", hieß es. Die Beamten stellten unter anderem Computer, USB-Sticks und Handys sicher. Die sichergestellten Gegenstände sollen in den nächsten Tagen überprüft werden. Waffen fand die Polizei den Angaben zufolge nicht.

In den vergangenen Monaten hatte es in Nordrhein-Westfalen immer wieder Durchsuchungen gegeben, bei der die Polizei nach möglichen Beweisen zu der Tat in Mönchengladbach suchte. "Hierbei wurden mögliche Beweismittel, darunter mehrere Hieb- und Stichwaffen, aufgefunden und sichergestellt", berichteten die Ermittler. Die Auswertung sei nach wie vor nicht abgeschlossen.

Bei der brutalen Schlägerei der rivalisierenden Rockerclans Hells Angels und Bandidos waren am 21. Januar dieses Jahres drei Männer durch Stiche lebensgefährlich verletzt worden. "Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach bewertet die Fälle der lebensgefährlich Verletzten als versuchte Tötungsdelikte", betonen die Ermittler. Die Polizei hatte danach die Mordkommission "Kutte" eingerichtet. - lnw

Quelle: wa.de

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