Erneut Familiendrama: Vater schießt in Hagen auf seine Familie

[UPDATE 16.25 Uhr] HAGEN - Die Serie von blutigen Familiendramen in Nordrhein-Westfalen geht weiter. In Hagen schießt ein Vater auf Frau und Sohn. Es ist die dritte Tat dieser Art innerhalb von zehn Tagen.

Ein Familienvater hat am Freitag in Hagen auf seine Frau und seinen ältesten Sohn geschossen und beide lebensgefährlich verletzt. Der jüngste Sohn kam mit leichten Verletzungen davon. Anschließend stellte sich der 40-Jährige der Polizei, wie die Polizei mitteilte.

Das Drama ereignete sich im fünften Stock eines Mehrfamilienhauses gegenüber dem Hauptbahnhof. Als Anwohner zwei Streifenbeamten auf den Vater auf dem Balkon aufmerksam machten, war die Tat schon geschehen. Der Mann stand auffällig mit nacktem Oberkörper auf dem Balkon und telefonierte.

Kurz zuvor hatte er offenbar auf seine 37 Jahre alte Frau und seinen 18 Jahre alten Sohn geschossen. Beide schweben in Lebensgefahr. Während sich der 18-Jährige noch mit seinem 13 Jahre alten Bruder auf die Straße retten konnte, blieb die Mutter angeschossen in der Wohnung liegen. Ihr Mann hatte aber längst von ihr abgelassen. Der 13-jährige Sohn hatte Glück. Er wurde nicht getroffen und erlitt nur leichte Verletzungen. Ein Notfallseelsorger betreut den Jungen.

Der Vater ließ sich widerstandslos in der Wohnung festnehmen. Warum er seine Familie erschießen wollte, ist zunächst ungeklärt.

Es ist die zweite Attacke eines Familienvaters in dieser Woche in Nordrhein-Westfalen. In der Nacht zum Mittwoch hatte ein 37-Jähriger im nahe gelegenen Hattingen seine Ehefrau und zwei seiner Kinder lebensgefährlich mit einem Messer verletzt. Alle drei sind inzwischen außer Gefahr. Der Tat war ein Streit vorausgegangen.

Ende November hatte ein Vater in Lengerich im Münsterland seine zwei Kleinkinder erstochen und sich dann vor einen Zug geworfen. Auch dort soll es zuvor Streit in der Familie gegeben haben. - lnw

Quelle: wa.de

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