Kein Halt im Bahnhof Hohenlimburg möglich

Entgleisung: Abellio-Zugverkehr im Lennetal gestört

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Plettenberg - Im Bahnhof Hohenlimburg ist am Montagabend ein Arbeits-Güterzug auf einem Bahnübergang mit einem Lieferwagen zusammengestoßen. Dadurch entgleisten vier Waggons, die mit Schottersteinen beladen waren und verloren ihre Fracht. 

Da sich die Entgleisung im Bereich des Bahnsteigs ereignete, hatte die Entgleisung unmittelbare Auswirkungen auf den Personenverkehr der Abellio-Züge. Die Gleise 1 und 2 des Bahnhofs Hohenlimburg sind bis auf Weiteres für den Bahnbetrieb gesperrt. 

Der Zugverkehr kann nur eingleisig über ein Gütergleis, das keinen Bahnsteig hat, an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Dadurch fallen aber die planmäßige Halt der Abelliolinien RE16 und RB 91 im Bahnhof Hohenlimburg aus. Wer also von Plettenberg, Werdohl oder Altena kommend in Hohenlimburg aussteigen möchte (oder einsteigen will), hat schlechte Karten. 

Abellio hat jedoch einen Notverkehr mit Bussen eingerichtet, um Hohenlimburg zu bedienen, teilt Abellio-Pressesprecher Philipp Liebermann auf Anfrage der Redaktion mit. Fahrgäste aus dem Lennetal, die nach Hohenlimburg wollen, sollen in Letmathe aussteigen und fahren mit dem Ersatzbus nach Hohenlimburg. 

Das Gleiche gilt für die Gegenrichtung: Von Hohenlimburg nach Altena, Werdohl oder Plettenberg geht es zunächst mit dem Ersatzbus nach Letmathe und von dort aus weiter mit dem Personenzug. Bis Dienstagnachmittag muss, weil die Oberleitung abgeschaltet wurde, sogar der gesamte Verkehr zwischen Hagen und Letmathe mit Bussen gefahren werden. 

Nach jetzigem Stand dauert der Behelfszustand bis mindestens Mittwoch Vormittag an. Die Aufräumungsarbeiten in Hohenlimburg dauern an; ob der Gleiskörper Schaden genommen hat, steht noch nicht fest. Zwei Lokführer und ein Wagenmeister der Deutschen Bahn erlitten bei dem Unfall einen Schock und wurden zur weiteren Betreuung ins Krankenhaus eingeliefert. 

Der Fahrer des Lieferwagens blieb unverletzt, teilt die Bundespolizei mit. Die Untersuchungen zur Unglücksursache haben die Bundespolizei und die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung in Kooperation aufgenommen.

Quelle: wa.de

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