"Rechtliche Möglichkeiten nutzen um Technologie zu unterbinden"

Eltern kritisieren "Schutzranzen"-App als "Schüler-Überwachung"

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Grundschüler sollen mit einem GPS-Tracker ausgestattet werden. Mit diesem sollen Eltern ihre Kinder orten können.

Düsseldorf - Eine App namens "Schutzranzen", die unter anderem den Schulweg von Kindern sicherer machen soll, stößt weiter auf massive Kritik.

Von "Schüler-Überwachung unter dem Mäntelchen vermeintlicher Sicherheit" sprach am Montag die Landeselternschaft der Gymnasien in Nordrhein-Westfalen in einer Mitteilung. 

Unter dem Deckmantel nicht einlösbarer Sicherheit würden Daten von Kindern eingesammelt, kritisierte der Verein in Düsseldorf mit. Er forderte die NRW-Landesregierung auf, alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um den Einsatz der Technologie zu unterbinden. 

So soll die App Unfälle verhindern können

"Schutzranzen" funktioniert über eine App auf dem Smartphone der Kinder oder einen GPS-Sender, den die Kinder dabei haben. Darüber wird ihre Position erfasst. Kommt ein Autofahrer ihnen gefährlich nahe, erhält er über eine zuvor auf seinem eigenen Handy installierte App eine Warnung, visuell und akustisch: "Achtung Kind" oder auch "Achtung Schule", wenn er in die Nähe eines Schulgebäudes fährt. 

So sollen Unfälle vermieden werden. In der Kritik steht vor allem eine weitere Funktion: Eltern können über die App des bayerischen Unternehmens Coodriver feststellen, wo sich der Nachwuchs gerade aufhält. Datenschützer werfen der App Intransparenz und eine Überwachung der Kinder vor. 

Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe. - dpa

Quelle: wa.de

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